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Bitcoin-Wal MicroStrategy könnte Satoshi Nakamoto bis 2026 überholen

MicroStrategy hat den BlackRock-ETF überholt und könnte laut Analysten bis 2026 größter Bitcoin-Halter der Welt werden.

23. April 2026 · 2 Min. Lesezeit
Goldene Bitcoin-Münze vor einem aufsteigenden Kurs-Chart und Firmenlogos

Das Softwareunternehmen MicroStrategy hat mit seinen jüngsten Bitcoin-Käufen den BlackRock-ETF überholt. Laut einer neuen Analyse von Galaxy Research könnte die Firma von Michael Saylor bereits im Jahr 2026 den legendären Bestand von Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto übertreffen.

MicroStrategy sichert sich Spitzenposition vor BlackRock

Mit einem beeindruckenden Bestand von 815.061 BTC hat MicroStrategy den beliebten Spot-ETF von BlackRock (IBIT) offiziell hinter sich gelassen. Der BlackRock-Fonds kommt derzeit auf 806.178 Einheiten der größten Kryptowährung.

Diese Machtverschiebung im Krypto-Ökosystem folgt auf eine aggressive Kaufserie Mitte April. Allein in einer Woche erwarb das börsennotierte Unternehmen über 34.000 weitere Coins.

Satoshi Nakamoto als nächstes Ziel

Die letzte verbleibende Hürde ist nun das Wallet des anonymen Bitcoin-Schöpfers. Dessen Bestände, oft als Patoshi-Muster bezeichnet, werden auf rund 1,096 Millionen BTC geschätzt.

Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Research, hat hierfür drei Szenarien berechnet. Behält MicroStrategy das aktuelle Kauftempo von etwa 1.765 BTC pro Tag bei, könnte das Unternehmen Satoshi bereits im September 2026 übertreffen.

Ein moderateres Szenario, basierend auf dem Jahresdurchschnitt, geht von einem Wechsel an der Spitze im November 2026 aus. Selbst bei einer deutlichen Verlangsamung der Akkumulation rechnet Thorn spätestens im April 2028 mit einem Führungswechsel.

Wachsende Macht birgt neue Risiken

MicroStrategy kontrolliert mittlerweile knapp vier Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Damit übersteigt der Einfluss des Unternehmens den jedes bekannten Fonds oder Staates bei Weitem.

Einige Marktbeobachter sehen in dieser enormen Konzentration zunehmend ein Risiko für das dezentrale Netzwerk. Das eigentliche Softwareunternehmen agiert durch seine massiven Reserven inzwischen fast wie ein digitaler Staat.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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