Bitcoin auf Bankbilanzen: Morgan Stanley hält diesen Schritt für möglich
Morgan Stanley schließt nicht aus, dass Großbanken künftig Bitcoin als Reserve auf ihren eigenen Bilanzen halten.
Auf einer Bitcoin-Konferenz hat Amy Oldenburg, Führungskraft bei Morgan Stanley, die Möglichkeit in den Raum gestellt, dass große Banken die Kryptowährung künftig als Reserve in ihre Bilanzen aufnehmen könnten. Dieser Schritt sei angesichts der regulatorischen Fortschritte der vergangenen Monate nicht mehr völlig ausgeschlossen.
Regulatorische Hürden für Bitcoin-Reserven
Bislang galt das direkte Halten der größten Kryptowährung auf den eigenen Bilanzen für institutionelle Banken als ferne Zukunftsmusik. Neben dem reinen Kundenangebot und der Verwahrung spielen hier strenge Kapitalvorschriften und eine komplexe Liquiditätsplanung die entscheidende Rolle.
Oldenburg betonte, dass nicht nur eine einzelne Regelung die Großbanken bremse. Zwar habe die Aufweichung der SEC-Bilanzierungsrichtlinie SAB 121 die Verwahrung von Krypto-Assets zuletzt erleichtert, doch für global systemrelevante Finanzinstitute reiche dies allein nicht aus.
Geldhäuser wie Morgan Stanley müssen gleichzeitig den Anforderungen verschiedener Aufsichtsbehörden gerecht werden. Dazu zählen unter anderem die strengen Richtlinien der US-Notenbank Fed sowie des Basler Ausschusses.
Strenge Kapitalvorgaben bremsen die institutionelle Adoption
Besonders die Vorgaben aus Basel stellen aktuell eine massive Hürde dar. Der Standard des Ausschusses für Krypto-Assets sieht für ungedeckte digitale Vermögenswerte wie BTC eine konservative Risikogewichtung von 1.250 Prozent vor.
Durch diese Vorgabe ist das direkte Halten des digitalen Goldes auf der Bankbilanz aus wirtschaftlicher Sicht derzeit nahezu unrentabel. Institutionelle Befürworter drängen daher auf eine Anpassung. Der Basler Ausschuss hat bereits angekündigt, seine Aufsichtsstandards für Krypto-Engagements von Banken einer gezielten Überprüfung zu unterziehen.


