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Tether bringt eigene Krypto-Wallet für USDT und Bitcoin auf den Markt

Der Stablecoin-Herausgeber Tether startet eine eigene Wallet, die Zahlungen mit Krypto deutlich vereinfachen soll.

15. April 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein Smartphone mit einer Krypto-Wallet-Applikation neben digitalen Münzen von Tether und Bitcoin.

Der Stablecoin-Gigant Tether hat am Dienstag eine selbstverwaltete Krypto-Wallet namens „Tether.Wallet“ veröffentlicht. Die Anwendung soll digitale Transaktionen für die rund 570 Millionen bestehenden Nutzer massiv vereinfachen und unterstützt neben dem hauseigenen USDT auch Bitcoin sowie goldgedeckte Token.

Tether.Wallet vereinfacht Transaktionen ohne Gas-Token

Nutzer der neuen Anwendung können Gelder über lesbare Adressen versenden, die an gewöhnliche E-Mail-Namen erinnern. Komplexe und fehleranfällige Zeichenketten beim Senden von Kryptowährungen gehören damit der Vergangenheit an.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Abwicklung der Netzwerkgebühren. Diese werden direkt in der jeweils verschickten Währung bezahlt. Anwender müssen somit keine separaten Token mehr für Gas-Kosten in ihrer Wallet vorhalten.

Die Applikation basiert auf dem Open-Source-Baukasten Wallet Development Kit (WDK) des Unternehmens. Sie unterstützt für USDT und den goldgedeckten Token XAUT neben dem Hauptnetzwerk von Ethereum auch Layer-2-Lösungen wie Polygon und Arbitrum. Bitcoin-Zahlungen sind sowohl über das Mainnet als auch über das schnelle Lightning-Netzwerk möglich.

Angriff auf etablierte Anbieter wie MetaMask

Tether-CEO Paolo Ardoino bezeichnete die Software in einer Erklärung als Wallet für das Volk, da sie gezielt für den Mainstream und nicht nur für Krypto-Experten entwickelt wurde. Das Ziel sei es, die Komplexität der Technologie zu reduzieren, ohne dabei die Kontrolle über die eigenen Vermögenswerte aus der Hand zu geben.

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 185 Milliarden US-Dollar ist der Herausgeber der weltweit größten an den Dollar gekoppelten Kryptowährung ein Schwergewicht der Branche. Das Unternehmen rechnet damit, pro Quartal zweistellige Millionenbeträge an neuen Wallets zu generieren.

Der Vorstoß in die Endkunden-Infrastruktur ist ein strategischer Schritt für Tether. Durch die nahtlose Integration von Zahlungen macht sich das Unternehmen zu einem direkten Konkurrenten etablierter Krypto-Anwendungen wie MetaMask oder Phantom.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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