XRP-Kurs erreicht historisches Tief bei Renditen – Kaufsignal in Sicht?
XRP verzeichnet historische Halterverluste, doch erste technische Indikatoren deuten nun auf eine Trendwende hin.
Die Kryptowährung XRP verzeichnet aktuell die schwersten Anlegerverluste in ihrer zwölfjährigen Geschichte. Daten der Analyseplattform Santiment zeigen ein beispielloses Zusammentreffen negativer Renditen bei kurz- und langfristigen Haltern. Diese extreme Marktlage spaltet Analysten derzeit in zwei Lager bezüglich der weiteren Kursentwicklung.
MVRV-Daten signalisieren historischen Schmerz
Das sogenannte Market Value to Realized Value (MVRV) Verhältnis zeichnet ein düsteres Bild für den Token. Aktuell liegt die 30-Tage-MVRV-Quote bei minus 45 Prozent, während der 365-Tage-Wert minus 47 Prozent erreicht.
Diese simultanen Negativwerte markieren den absoluten Tiefpunkt seit der Erschaffung des digitalen Assets. Santiment interpretiert diesen extremen Abschwung jedoch als mögliches Zeichen für ein reduziertes Abwärtsrisiko. Der Verkaufsdruck könnte bereits größtenteils absorbiert sein, da die breite Masse der Anleger stark im Minus agiert.
SuperTrend-Indikator liefert technisches Kaufsignal
Trotz der fundamentalen Schwäche zeigen sich auf technischer Ebene erste Lichtblicke. Der Krypto-Analyst Ali Martinez verweist auf den SuperTrend-Indikator, der erstmals seit Mitte Juni wieder auf ein Kaufsignal umgesprungen ist.
Bei seinem letzten positiven Ausschlag verzeichnete die sechstgrößte Kryptowährung eine Rallye von 14 Prozent. Auch in die andere Richtung erwies sich das Tool zuletzt als präzise und sagte Kursrückgänge im zweistelligen Prozentbereich vor deren Eintreten korrekt voraus.
Wichtige Widerstände entscheiden über den Trend
Aktuell notiert der XRP-Kurs bei rund 1,09 US-Dollar und konnte auf Tagessicht um gut drei Prozent zulegen. Die Marktkapitalisierung beläuft sich dabei auf über 67 Milliarden US-Dollar, begleitet von einem täglichen Handelsvolumen von 1,86 Milliarden US-Dollar.
Um eine nachhaltige Trendwende zu bestätigen, muss der Preis jedoch zunächst die Marke von 1,10 US-Dollar überwinden. Kritiker wie der Analyst ChartNerd warnen vor verfrühter Euphorie, solange der Kurs unter dem 20-Wochen-EMA bei 1,35 US-Dollar verharrt. Bis dieser Widerstand durchbrochen ist, bleibt die übergeordnete Marktstruktur bärisch.

