Visa erweitert Stablecoin-Zahlungen im globalen Netzwerk über Zerohash
Visa integriert über den Partner Zerohash neue Stablecoin-Funktionen für weltweite Zahlungen in sein Visa-Direct-Netzwerk.
Der Zahlungsdienstleister Visa baut sein Angebot für digitale Währungen weiter aus und integriert Stablecoin-Zahlungen tief in sein globales Netzwerk. Durch eine neue Partnerschaft mit dem Krypto-Infrastrukturanbieter Zerohash können berechtigte Kunden von Visa Direct ab sofort Konten mit Stablecoins aufladen und grenzüberschreitende Auszahlungen vornehmen.
Effizientere Liquidität abseits traditioneller Banköffnungszeiten
Die neue Integration ermöglicht es Unternehmen, ihre Konten im Vorfeld mit an den US-Dollar gekoppelten digitalen Währungen zu decken. Dadurch lässt sich die Liquidität auch außerhalb der regulären Banköffnungszeiten flexibel und in Echtzeit steuern.
Zudem können Empfänger ihre Auszahlungen auf Wunsch direkt in Stablecoins anstelle der lokalen Fiat-Währung erhalten. Edward Woodford, Gründer und CEO von Zerohash, betonte, dass die Erschließung solcher Anwendungsfälle auf der Kernnetzebene die weltweite Akzeptanz digitaler Assets massiv beschleunigen werde.
Zerohash als bewährter Partner für Bitcoin, Ethereum und Solana
Der 2017 gegründete Infrastrukturanbieter Zerohash ist in der Finanzwelt eine feste Größe. Das Unternehmen stellt die technologische Basis für zahlreiche Krypto-Dienstleistungen institutioneller Akteure bereit und treibt die Verschmelzung von traditionellem Finanzwesen und Web3 voran.
Erst im Juli dieses Jahres unterstützte Zerohash die US-Investmentbank Morgan Stanley bei der Einführung des Handels mit Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) auf der Handelsplattform E*Trade. Im März beantragte das Krypto-Unternehmen zudem eine nationale Treuhandbanklizenz in den USA, um sein Verwahr- und Abwicklungsgeschäft auf eine noch breitere regulatorische Basis zu stellen.
Visas fortlaufende Expansion im Krypto-Sektor
Die jüngste Ankündigung fügt sich in eine Reihe strategischer Schritte von Visa ein, um die Blockchain-Technologie in etablierte Zahlungssysteme einzubinden. Bereits im Januar testete der Kreditkartenriese gemeinsam mit dem Unternehmen BVNK entsprechende Auszahlungsfunktionen.
Im Juli folgte der Start der sogenannten Visa Stablecoin Platform. Diese Infrastruktur bietet Banken und Fintechs die nötigen Werkzeuge, um eigene digitale Währungen zu emittieren, zu verwahren und nahtlos in bestehende Treasury-Systeme zu transferieren.
Mark Nelsen, globaler Produktchef bei Visa, sieht in Stablecoins eine große Chance, den Geldtransfer grundlegend anpassungsfähiger zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit Zerohash helfe dabei, diese Funktionen skalierbar und zuverlässig anzubieten, ohne die Interoperabilität mit bestehenden Finanzsystemen zu gefährden.


