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Vereinte Nationen betrachten Ripple als Basis des neuen Finanzsystems

Die Vereinten Nationen integrieren Blockchain-Netzwerke in ihre Vision für ein globales, interoperables Zahlungssystem.

23. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Diagramm eines globalen Zahlungssystems mit Logos von Ripple, Stellar und den Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen (UN) heben die Blockchain-Netzwerke Ripple und Stellar als zentrale Bausteine für ein zukünftiges, globales Finanzsystem hervor. In einem kürzlich wiederentdeckten Webinar des UN Capital Development Fund skizzierten Beamte die Vision eines offenen und regulierten Zahlungsnetzwerks. Dieses soll traditionelle Akteure wie Banken und Blockchain-Systeme in einem interoperablen Ökosystem vereinen.

Interoperabilität statt Verdrängung

Der Entwurf positioniert digitale Vermögenswerte nicht als Ersatz für das klassische Finanzwesen. Vielmehr dienen sie als ergänzende Schichten, die sich in bestehende Infrastrukturen integrieren lassen.

In einer Grafik zur globalen Zahlungsarchitektur wurden die Krypto-Projekte direkt neben etablierten Giganten wie SWIFT, Visa und Mastercard platziert. Ziel ist es, eine nahtlose Verbindung zwischen Fintechs, Mobilfunkanbietern und dezentralen Netzwerken zu schaffen.

Tokenisierte Compliance in der Praxis

Ein zentrales Thema der Präsentation war die sogenannte tokenisierte Compliance. Dieses Konzept sieht vor, regulatorische Vorgaben direkt in programmierbare Zahlungssysteme einzubetten.

Identitätsprüfungen, Abrechnungsbedingungen und Transaktionsüberwachungen können so automatisiert auf der Blockchain ablaufen. Dies reduziert Reibungsverluste bei grenzüberschreitenden Zahlungen erheblich, während die behördliche Aufsicht stets gewahrt bleibt.

Die spezifischen Rollen von Ripple und Stellar

Innerhalb dieser neuen Struktur wird das Unternehmen hinter dem XRP-Token mit der Abwicklung in Echtzeit und dem sofortigen Clearing in Verbindung gebracht. Die Technologie adressiert langjährige Ineffizienzen bei internationalen Überweisungen, die traditionell unter vielen Zwischenhändlern und langen Wartezeiten leiden.

Stellar hingegen wird im Kontext von kostengünstigen globalen Transfers und finanzieller Inklusion genannt. Das Netzwerk soll den Zugang zu grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen insbesondere in Schwellenländern erleichtern.

Wachsendes institutionelles Interesse

Die erneute Aufmerksamkeit für das Webinar fällt in eine Phase zunehmenden Interesses an digitaler Infrastruktur. Erst kürzlich erreichte das kalifornische Krypto-Unternehmen Ripple den 16. Platz auf der bekannten Disruptor-50-Liste des Senders CNBC.

Für den Krypto-Sektor signalisiert die UN-Vision einen klaren Trend. Die nächste Entwicklungsstufe der finanziellen Infrastruktur wird bestehende Systeme nicht abschaffen, sondern sie durch Blockchain-Komponenten effizienter miteinander vernetzen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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