Ripple (XRP) als Vorreiter: SWIFT adaptiert Multi-Rail-Zahlungen
SWIFT plant ein neues Blockchain-Zahlungssystem, das dem etablierten Multi-Rail-Ansatz von Ripple stark ähnelt.
Das Finanznetzwerk SWIFT hat Pläne für ein eigenes Blockchain-gestütztes Zahlungssystem vorgestellt. Diese strategische Neuausrichtung hin zu sogenannten Multi-Rail-Zahlungen stößt in der Krypto-Community auf große Resonanz, da das Krypto-Unternehmen Ripple mit seinem Token XRP diesen Ansatz für grenzüberschreitende Transaktionen bereits seit Jahren verfolgt.
SWIFT reagiert auf den Blockchain-Trend
SWIFT ist seit Jahrzehnten das Rückgrat des globalen Finanznachrichtenverkehrs und verbindet mehr als 11.000 Institutionen weltweit. Bisher übermittelt das System jedoch primär Zahlungsanweisungen, während der eigentliche Geldfluss über Korrespondenzbanken abgewickelt wird. Dieser Prozess ist durch zahlreiche Intermediäre oft zeitaufwendig, teuer und komplex.
Um diese Ineffizienzen zu beheben, kündigte das Netzwerk kürzlich auf der Plattform X die Entwicklung einer interoperablen Ledger-Lösung an. Diese soll verschiedene digitale Ökosysteme orchestrieren und nahtlos in die bestehende Bankinfrastruktur integriert werden, anstatt sie zu ersetzen.
XRP-Netzwerk sichert sich technologischen Vorsprung
Die aktuellen Pläne von SWIFT weisen starke Parallelen zur etablierten Infrastruktur von Ripple auf. Die Plattform Ripple Payments ermöglicht Finanzinstituten schon lange die direkte Abwicklung über traditionelle Bankensysteme, die hauseigene Kryptowährung XRP und zukünftig auch über den Stablecoin RLUSD.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse betonte in diesem Zusammenhang, dass die sekundenschnelle Abwicklung über das digitale Asset deutlich geringere Transaktionsrisiken birgt. Im klassischen Korrespondenzbankensystem bleiben Gelder oft tagelang in der Schwebe, bevor die finale Abrechnung erfolgt.
Koexistenz statt Verdrängung im Zahlungsverkehr
Branchenexperten sehen in der neuen SWIFT-Strategie eine fundamentale Bestätigung für die frühzeitige Vision des kalifornischen Krypto-Unternehmens. Bemerkenswert ist, dass viele Großbanken, die derzeit an den Digital-Asset-Piloten von SWIFT teilnehmen, gleichzeitig Partnerschaften mit Ripple pflegen.
Analysten gehen davon aus, dass Großbanken weiterhin zweigleisig fahren werden, um technologische Flexibilität zu bewahren. Anstatt sich gegenseitig vom Markt zu verdrängen, deuten die Entwicklungen auf eine langfristige Koexistenz beider Zahlungssysteme hin.


