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USA sanktionieren iranische Schifffahrtsfirma wegen Bitcoin-Zahlungen

Die USA sanktionieren iranische Firmen, die Bitcoin nutzen, um westliche Beschränkungen im Schiffsverkehr zu umgehen.

30. Juli 2026 · 05:31 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze vor einem Frachtschiff und der Flagge des Irans

Das US-Finanzministerium hat am Mittwoch Sanktionen gegen zwei iranische Seefahrtsunternehmen verhängt. Die Firmen sollen Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) genutzt haben, um westliche Restriktionen zu umgehen und Einnahmen für die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) zu generieren.

Digitales Versicherungsnetzwerk in der Straße von Hormus

Im Zentrum der Ermittlungen der Kontrollbehörde OFAC stehen die Persian Gulf Marine Insurance Company und die HormuzSafe Marine Services Authority. Die Unternehmen haben laut den US-Behörden ein vom IRGC gestütztes Versicherungsnetzwerk betrieben, das kommerzielle Schiffe vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zur Zahlung von Policen zwang.

HormuzSafe hat dabei gezielt Bitcoin und andere Krypto-Assets akzeptiert, um Finanzsanktionen zu umgehen. US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass die Vereinigten Staaten nicht zulassen würden, dass das iranische Regime den globalen Handel als Geisel nehme.

Dezentralität als Schutz vor dem Einfrieren von Geldern

Bereits im Mai kursierten Berichte über eine digitale Versicherungsplattform für maritime Fracht, deren Policen in der größten Kryptowährung bezahlt werden konnten. Iranische Staatsmedien schätzten das Umsatzpotenzial des Modells damals auf über 10 Milliarden US-Dollar.

Die Straße von Hormus ist eines der wichtigsten Nadelöhre für den internationalen Energiemarkt, durch das rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt.

Für sanktionierte Akteure ist das digitale Gold besonders attraktiv, da es im Gegensatz zu Fiat-Währungen keinen zentralen Herausgeber gibt, der Gelder einfrieren kann. Bei zentralisierten Stablecoins greifen Behörden hingegen durch: Erst im April blockierten die USA Tether (USDT) im Wert von 344 Millionen US-Dollar, die mit dem Iran in Verbindung standen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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