US-Bundesstaat Tennessee verbietet Bitcoin-Automaten vollständig
Tennessee verbietet ab Juli den Betrieb von Bitcoin-Automaten, um ältere Bürger vor Krypto-Betrug zu schützen.
Tennessee hat als zweiter US-Bundesstaat ein vollständiges Verbot für Bitcoin-Automaten erlassen. Mit einem neuen Gesetz wird der Betrieb der Maschinen ab dem 1. Juli zur Straftat, um gezielt Betrug an Senioren einzudämmen.
Gesetzgeber reagieren auf millionenschweren Krypto-Betrug
Das von Gouverneur Bill Lee unterzeichnete Gesetz stuft den Besitz und Betrieb der Terminals künftig als schweres Vergehen ein. Die Strafen für Zuwiderhandlungen sind im Bundesstaat fortan auf einer Stufe mit einfachem Drogenbesitz angesiedelt.
Hintergrund der harten Maßnahme sind alarmierende Zahlen der Bundespolizei FBI. Demnach verloren US-Bürger über 60 Jahre im vergangenen Jahr rund 257 Millionen US-Dollar durch Betrugsmaschen an Krypto-Automaten.
Das Aus für über 600 Automaten im Bundesstaat
Aktuell gibt es in Tennessee noch 651 dieser Geräte für die größte Kryptowährung, die häufig in Tankstellen oder kleinen Geschäften aufgestellt sind. Ein Großteil der Standorte konzentriert sich dabei auf die Hauptstadt Nashville.
Die Betreiber haben nun bis zum Stichtag im Sommer Zeit, die Kioske vom Netz zu nehmen. Nach Angaben der Republikaner Cameron Sexton und Jay Reedy, die den Gesetzentwurf einbrachten, dienen die Maschinen Kriminellen als zu einfaches Einfallstor, um Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen.
Trend zu strengerer Regulierung in den USA
Tennessee folgt mit diesem Schritt dem Vorbild von Indiana. Dort trat bereits im März dieses Jahres ein ähnliches Komplettverbot für Bitcoin-Geldautomaten in Kraft.
Auch andere Teile der USA prüfen derzeit drastische Einschnitte für den barrierefreien Zugang zu digitalen Assets. Während Minnesota über ein landesweites Verbot debattiert, haben weitere Regionen erste Transaktionslimits sowie Rückerstattungspflichten für das digitale Gold eingeführt.


