Solana-Bestände bringen Forward Industries 69 Millionen US-Dollar Verlust
Forward Industries verzeichnet im dritten Quartal einen Millionenverlust, baut seinen Solana-Bestand aber massiv aus.
Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen Forward Industries (FWDI) hat im dritten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 69 Millionen US-Dollar verzeichnet. Hauptgrund für das Defizit sind buchhalterische Wertberichtigungen auf die firmeneigenen Solana-Bestände (SOL).
Papierverluste durch strenge Rechnungslegungsvorschriften
Der operative Verlust des Unternehmens belief sich auf insgesamt 70,3 Millionen US-Dollar. Davon entfallen allein 49,8 Millionen US-Dollar auf den Wertverlust digitaler Vermögenswerte sowie weitere 15,2 Millionen US-Dollar auf außerplanmäßige Abschreibungen.
Diese Zahlen resultieren aus den strikten US-GAAP-Vorschriften, die Firmen dazu zwingen, ihre Krypto-Bestände stets zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) auszuweisen. Forward Industries betonte, dass es sich hierbei lediglich um Buchverluste handelt, die keine realisierten Abverkäufe oder tatsächliche Mittelabflüsse darstellen.
Zum Quartalsende am 30. Juni lag der Kurs der Kryptowährung bei 73,53 US-Dollar. Trotz des Rückgangs fiel das Minus deutlich geringer aus als noch im Vorquartal, als fallende Token-Preise ein Loch von 283,1 Millionen US-Dollar in die Bilanz rissen.
Solana-Schatzkammer wächst trotz Preisrückgang
Ungeachtet der bilanziellen Verluste baute der weltweit größte unternehmerische Halter der Smart-Contract-Plattform seine Position im Hintergrund massiv aus. Durch gezielte Zukäufe kamen im Berichtsquartal mehr als 500.000 weitere Einheiten der Altcoin hinzu.
Dadurch stieg der Bestand bis Ende Juni auf über 7,55 Millionen Token an. Bis Anfang August wuchs die strategische Reserve des Unternehmens sogar auf 7,8 Millionen Einheiten an.
Auch die Einnahmenseite entwickelte sich überaus positiv und vervierfachte sich im Jahresvergleich von 2,5 Millionen auf 10,8 Millionen US-Dollar. Dieser signifikante Zuwachs stammt hauptsächlich aus den lukrativen Staking-Aktivitäten des Unternehmens.
Fokus liegt auf dem Krypto-Bestand pro Aktie
Für das Management steht weniger der kurzfristige Dollarkurs als vielmehr die Menge an Token pro Aktie im Mittelpunkt. Diese wichtige Kennzahl kletterte im Vergleich zum Vorquartal um neun Prozent auf 0,0730 an.
Vorstandsvorsitzender Kyle Samani wertete den Zeitraum trotz der Marktvolatilität als vollen Erfolg. Er verwies auf die starke Position des Unternehmens, das im Juni zudem in die renommierten Aktienindizes Russell 2000 und Russell 3000 aufgenommen wurde.
Die Investoren reagierten entsprechend gelassen auf die veröffentlichten Quartalszahlen. Der kaum veränderte Aktienkurs nach Börsenschluss deutet darauf hin, dass die Aktionäre das Wachstum des SOL-Bestands pro Aktie höher gewichten als den reinen buchhalterischen Nettoverlust.


