Solana aktiviert On-Chain-Governance – 100.000 SOL für Vorschläge nötig
Solana führt ein neues On-Chain-Governance-System ein, das Validatoren und Stakern direkte Stimmrechte einräumt.
Solana hat ein neues On-Chain-Governance-System aktiviert, das Validatoren und Stakern formelle Stimmrechte verleiht. Ab sofort können richtungsweisende Vorschläge direkt auf der Blockchain eingereicht und gewichtet nach Staking-Anteil abgestimmt werden.
Hohe Hürden für neue Netzwerk-Vorschläge
Das neue Framework trägt den Namen Solana Governance Proposals (SGPs). Es trennt strategische Grundsatzentscheidungen von den rein technischen Solana Improvement Documents (SIMDs).
Um eine neue Initiative zu starten, muss ein Validator über mindestens 100.000 delegierte SOL verfügen. Diese Eintrittshürde für das Smart-Contract-Netzwerk entspricht einem Gegenwert von rund 7,7 Millionen US-Dollar.
Bevor ein Vorschlag auf den Stimmzettel kommt, muss er zudem die Unterstützung von 15 Prozent der aktiven Stakes gewinnen. Dies verhindert, dass die Blockchain mit irrelevanten Anfragen überflutet wird, während Entwickler weiterhin Routine-Updates ausliefern können.
Staker erhalten mehr Kontrolle über das Protokoll
Eine wichtige Neuerung des Systems ist die sogenannte Staker-Souveränität. Delegatoren können ab sofort die Stimmen ihrer Validatoren überschreiben und eigene Entscheidungen für das Projekt treffen.
Um einen Vorschlag endgültig zu verabschieden, benötigt dieser eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Abstimmungsphasen orientieren sich dabei an den zweitägigen Epochen der Blockchain.
Sämtliche Resultate werden unveränderlich on-chain gespeichert. Die Validierung der Stimmen erfolgt ressourcenschonend über kryptografische Merkle-Beweise.


