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SEC und CFTC verklagen Goliath Ventures wegen 400-Millionen-Ponzi

SEC und CFTC verklagen Goliath Ventures wegen eines Krypto-Betrugssystems in Höhe von 400 Millionen US-Dollar.

12. August 2026 · 00:16 · 2 Min. Lesezeit
Gebäude der SEC neben physischen Bitcoin- und Ethereum-Münzen

Die US-Börsenaufsicht SEC und die Handelsbehörde CFTC haben rechtliche Schritte gegen Goliath Ventures und dessen Gründer Christopher Delgado eingeleitet. Den Aufsichtsbehörden zufolge handelte es sich bei dem Unternehmen um ein Krypto-Ponzi-System, das Anleger um rund 400 Millionen US-Dollar betrogen hat.

Falsche Versprechen rund um Bitcoin und Ethereum

Die SEC wirft Goliath vor, mindestens 425 Millionen US-Dollar von über 1.300 Investoren eingesammelt zu haben. Diese Gelder stammten aus einem unregistrierten Wertpapierangebot, das mit überdurchschnittlichen Renditen lockte.

Den Anlegern wurde suggeriert, dass ihr Kapital in Krypto-Liquiditätspools investiert wird. Tatsächlich floss jedoch kein Geld in entsprechende digitale Anlagen oder dezentrale Finanzprodukte.

In einer parallelen Zivilklage stellte die CFTC fest, dass etwa 1.600 Kunden knapp 397 Millionen US-Dollar für den angeblichen Handel mit Bitcoin und der zweitgrößten Kryptowährung, Ether, bereitstellten. Statt das Kapital in das digitale Gold oder Smart-Contract-Plattformen zu stecken, nutzte das Unternehmen die Mittel neuer Investoren, um Auszahlungen an frühere Geldgeber zu finanzieren.

Gründer lenkte Millionen für private Zwecke um

Goliath versprach seinen Kunden unrealistische monatliche Renditen zwischen 3 und 10 Prozent. Gleichzeitig garantierte das Unternehmen fälschlicherweise den Erhalt des vollständig eingesetzten Kapitals.

Um das Betrugssystem aufrechtzuerhalten, fälschte die Plattform systematisch Kontostände und Leistungskennzahlen. Mindestens 51 Millionen US-Dollar zweigte der Gründer Delgado für private Luxusausgaben ab.

Der Beschuldigte hat bereits in einem strafrechtlichen Verfahren ein Schuldbekenntnis wegen Überweisungsbetrugs und Geldwäsche abgelegt. Im Rahmen eines nun angestrebten Vergleichs mit der SEC stimmte er zudem einem dauerhaften Verbot von Wertpapiergeschäften zu.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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