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Ripple und SWIFT: Bank of America im Fokus hybrider Zahlungssysteme

Eine Verschmelzung von SWIFT und Ripple könnte den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr bei Großbanken grundlegend verändern.

13. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Der Schriftzug Ripple neben einem SWIFT-Logo auf dem Schreibtisch eines Bankmitarbeiters.

Jüngste Diskussionen rücken die Bank of America ins Zentrum einer potenziellen hybriden Finanzinfrastruktur aus Ripple und SWIFT. Anstatt traditionelle Systeme zu ersetzen, könnten grenzüberschreitende Zahlungen durch die Kombination beider Netzwerke in Zukunft deutlich effizienter werden.

Koexistenz statt Konkurrenz für XRP

Der renommierte Krypto-Beobachter SMQKE betont, dass etablierte Nachrichtensysteme wie SWIFT nicht zwingend durch Blockchain-Lösungen verdrängt werden. Vielmehr entwickelt sich in der Branche ein hybrides Modell für den internationalen Zahlungsverkehr.

In diesem Ansatz übernimmt SWIFT weiterhin die sichere Nachrichtenübermittlung und die aufwendigen Compliance-Prüfungen. Das Blockchain-Netzwerk von Ripple fungiert hingegen als alternative Ebene für die eigentliche Abwicklung und die Optimierung der Liquidität.

On-Demand Liquidity als finanzielle Brücke

Große Finanzinstitute wie die Bank of America könnten diese kombinierte Struktur künftig tief in ihre bestehenden Arbeitsabläufe integrieren. Die Technologie hinter der sechstgrößten Kryptowährung ermöglicht über sogenannte On-Demand Liquidity (ODL) schnelle Transaktionen auf Abruf.

Dabei dient der native Token XRP als liquide Brücke zwischen verschiedenen Fiat-Währungen. Dieser Mechanismus verbessert die Kapitaleffizienz, da er vorfinanzierte Konten bei ausländischen Korrespondenzbanken theoretisch überflüssig macht.

Aktuell handelt es sich bei diesen vielversprechenden Ansätzen jedoch noch vorwiegend um Branchenexperimente und selektive Pilotprojekte. Es gibt bislang kein öffentlich verifiziertes System, das XRP bereits vollständig in die Kern-Zahlungswege der Bank of America einbettet.

SWIFT öffnet sich für Krypto-Technologien

Unterdessen modernisiert SWIFT die eigene Infrastruktur aktiv durch den neuen ISO-20022-Standard und testet die Interoperabilität mit digitalen Assets. Infrastrukturanbieter wie GTreasury, die mit dem kalifornischen Blockchain-Unternehmen verbunden sind, wurden zudem bereits im zertifizierten Partner-Ökosystem von SWIFT anerkannt.

Dieser Schritt verdeutlicht die wachsende Schnittmenge zwischen der traditionellen Finanzwelt und Krypto-basierten Netzwerken auf operativer Ebene. Die Zukunft der globalen Zahlungen deutet somit stark auf einen nahtlosen Übergang durch technologische Koexistenz hin.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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