Ripple peilt bis 2026 eine Milliarde US-Dollar Umsatz ohne XRP an
Ripple will bis 2026 eine Milliarde US-Dollar operativen Gewinn erzielen, ohne dabei auf den Verkauf von XRP angewiesen zu sein.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat ein ehrgeiziges Ziel ausgerufen: Bis Ende 2026 soll das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar an wiederkehrendem operativem Gewinn erzielen. Bemerkenswert daran ist, dass diese Summe gänzlich ohne den Verkauf oder das Halten des hauseigenen XRP-Tokens erreicht werden soll.
Wandel zum klassischen Fintech-Unternehmen
Mit diesem Schritt entkoppelt das Management den kommerziellen Erfolg deutlich vom Kurs der eigenen Kryptowährung. Das Team baut ein traditionelles Fintech-Geschäft auf, das primär auf dem Verkauf von Software und Infrastruktur basiert.
Dieses Geschäftsmodell soll auch in stürmischen Marktphasen stabile Gewinne garantieren. Die Basis dafür wurde bereits gelegt, als die Gesamtbewertung des Unternehmens zuletzt auf 50 Milliarden US-Dollar kletterte.
Fortune-500-Kunden und RLUSD-Wachstum
Ein wesentlicher Treiber für die Einnahmen ist der Brokerage-Service Ripple Prime. Dessen Umsatz verdreifachte sich nach der erfolgreichen Integration mit der Plattform Hidden Road.
Die Hauptkunden sind dabei keine gewöhnlichen Krypto-Trader, sondern Unternehmensfinanziers aus der Fortune-500-Liste. Über die Zahlungswege des Krypto-Unternehmens wurden bereits mehr als 100 Milliarden US-Dollar bewegt, um Währungen und Liquidität zentral zu verwalten.
Gleichzeitig verzeichnet der hauseigene Dollar-Stablecoin RLUSD ein rasantes Wachstum und kletterte schnell in die Top Fünf des Marktes. Auf Basis des XRP-Ledgers wurde zudem ein KI-Starter-Kit veröffentlicht, um künftig automatisierte Zahlungen von Künstlicher Intelligenz abzuwickeln.
Politisches Lobbying für regulatorische Klarheit
Parallel treibt Garlinghouse die politische Arbeit in Washington voran und setzt sich massiv für den sogenannten CLARITY Act ein. Klare Spielregeln sollen großen Banken endgültig die Angst vor rechtlichen Konsequenzen nehmen.
Dies könnte institutionelles Kapital und Krypto-Aktivitäten aus Offshore-Märkten zurück in die Vereinigten Staaten holen. Analysten beobachten derweil ein interessantes Phänomen: Während der Preis des Altcoins zuletzt schwächelte, eilte das operative Geschäft von Ripple von Rekord zu Rekord.

