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Ripple-CEO Garlinghouse greift JPMorgan im Streit um CLARITY Act an

Ripple-CEO Brad Garlinghouse wirft JPMorgan-Chef Jamie Dimon eine gezielte Falschdarstellung des CLARITY Acts vor.

13. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Porträts von Ripple-CEO Brad Garlinghouse und JPMorgan-Chef Jamie Dimon vor einem Krypto-Chart

Der CEO von Ripple, Brad Garlinghouse, hat scharfe Kritik an JPMorgan-Chef Jamie Dimon geäußert. In einem aktuellen TV-Interview warf er dem Bankier vor, den in den USA vorgeschlagenen CLARITY Act bewusst falsch darzustellen. Dieser öffentliche Streit markiert einen entscheidenden Moment für die zukünftige Krypto-Regulierung und die institutionelle Akzeptanz in den Vereinigten Staaten.

Die Bedeutung des CLARITY Acts für den Krypto-Markt

Der CLARITY Act ist ein Gesetzesentwurf, der die Aufsicht über digitale Vermögenswerte in den USA klarer strukturieren soll. Das primäre Ziel ist es, rechtliche Sicherheit zu schaffen und gleichzeitig Innovationen sowie den Anlegerschutz zu fördern.

Garlinghouse widersprach im Gespräch mit Fox Business der Behauptung Dimons, das Gesetz würde Compliance-Standards aufweichen und illegale Aktivitäten erleichtern. Der Chef des Krypto-Unternehmens bezeichnete diese Aussagen als vorsätzliche Falschdarstellung oder grobe Fahrlässigkeit, um den Rückhalt für den Gesetzesentwurf zu untergraben.

Wirtschaftliche Interessen von JPMorgan im Fokus

Laut dem Ripple-CEO habe JPMorgan ein starkes wirtschaftliches Interesse daran, bestehende Marktstrukturen zu erhalten. Das lukrative Zahlungsverkehrsgeschäft der Großbank stehe durch aufstrebende Blockchain-Infrastrukturen unter zunehmendem Wettbewerbsdruck.

Jamie Dimon, ein langjähriger und lautstarker Kritiker der digitalen Assets, hatte zuvor angekündigt, das neue Krypto-Gesetz vehement bekämpfen zu wollen. Er befürchtet laut eigener Aussage Compliance-Lücken und steigende finanzielle Risiken für das etablierte System.

Befürworter der Regulierung warnen hingegen vor den wirtschaftlichen Folgen unklarer Richtlinien. Die anhaltende rechtliche Grauzone in den USA treibe Unternehmen und Handelsaktivitäten zunehmend ins Ausland, was die heimischen Märkte langfristig schwäche.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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