Ripple bewirbt den CLARITY Act mit neuer Kampagne in Washington
Ripple bewirbt den CLARITY Act in Washington mit einem Werbetruck, um klare Krypto-Regulierungen voranzutreiben.
Das Krypto-Unternehmen Ripple hat in Washington D.C. eine mobile Werbekampagne gestartet, um öffentliche Unterstützung für den CLARITY Act zu gewinnen. Die Aktion findet inmitten hitziger Diskussionen im US-Kongress über die zukünftige Regulierung digitaler Vermögenswerte statt.
Werbetruck vor dem US-Kapitol
Ein blauer Werbetruck des Unternehmens patrouilliert derzeit nahe dem US-Kapitol. Auf großen Bildschirmen fordert der Entwickler des XRP-Ledgers mit dem Slogan „On the road to Clarity“ klare rechtliche Rahmenbedingungen für die Branche.
Laut Lauren Belive, Co-Leiterin für öffentliche Politik bei Ripple, soll die Kampagne den Fokus der Gesetzgeber auf den Gesetzesentwurf lenken. Der CLARITY Act zielt darauf ab, Verbraucher zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit der USA im Krypto-Sektor zu sichern.
Gesetzesentwurf erleidet Verzögerung im Senat
Trotz der Bemühungen des Zahlungsdienstleisters verliert die Gesetzesinitiative derzeit an politischem Momentum. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hat die Kammer kürzlich überraschend in eine längere Pause bis zum 13. Juli verabschiedet.
Diese Entscheidung reduziert die verfügbaren Sitzungstage vor der Sommerpause erheblich und stieß auf scharfe Kritik. Die Abgeordnete Anna Paulina Luna verurteilte den Beschluss öffentlich und warf den Senatoren vor, vorzeitig in den Urlaub zu fliehen.
Hürden und Unterstützung für das Krypto-Gesetz
Das Gesetz steht zudem vor inhaltlichen Herausforderungen. US-Strafverfolgungsbehörden äußerten zuletzt Bedenken hinsichtlich potenzieller Risiken für Finanzkriminalität durch die neuen Richtlinien.
Allerdings erhielt der Vorstoß auch prominente Rückendeckung. Das US-Justizministerium wies die Bedenken der Strafverfolger zurück und stellte sich offiziell hinter den CLARITY Act.
Nun muss der Entwurf zunächst eine Anhörung im Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses bestehen. Anschließend ist eine finale Abstimmung im gesamten Senat erforderlich, deren Ausgang aktuell ungewiss bleibt.


