Revolut stoppt Tether-Handel in Europa wegen fehlender MiCA-Lizenz
Revolut streicht den Stablecoin Tether (USDT) in Europa aus dem Angebot, da dem Emittenten die MiCA-Lizenz fehlt.
Der europäische Fintech-Riese Revolut nimmt den Stablecoin Tether (USDT) aus seinem Angebot. Dieser Schritt erfolgt als direkte Reaktion auf die strengeren Regulierungen durch das neue MiCA-Gesetzespaket der Europäischen Union, für das der Stablecoin-Emittent bisher keine Lizenz besitzt.
Phasenweises Delisting von USDT
Revolut hat seine europäischen Nutzer per E-Mail über das bevorstehende Delisting informiert. Der Prozess wird in mehreren Phasen abgewickelt, um den Kunden ausreichend Zeit für Umschichtungen zu geben.
Kunden können die an den US-Dollar gekoppelte Kryptowährung noch bis zum 6. Juli kaufen. Ab dem 30. Juli akzeptiert die Plattform keine neuen USDT-Einzahlungen mehr.
Nutzer haben anschließend bis zum 31. August Zeit, ihre Token zu verkaufen oder an externe Wallets zu senden. Verbleibende Bestände werden nach Ablauf der finalen Frist automatisch zum aktuellen Marktwert in die jeweilige Fiat-Basiswährung des Kontos umgewandelt.
Fehlende MiCA-Lizenz zwingt zum Handeln
Die Entscheidung von Revolut resultiert aus der strengen Umsetzung der neuen „Markets in Crypto-Assets“-Verordnung (MiCA) in der EU. Diese schreibt Emittenten von Stablecoins harte Vorgaben für Lizenzen, Reserven und die behördliche Aufsicht vor.
Das hinter dem weltweit größten Stablecoin stehende Unternehmen Tether verfügt über keine solche MiCA-Lizenz. CEO Paolo Ardoino hatte zuvor kritisiert, dass das europäische Rahmenwerk aufgrund der strikten Reserveanforderungen nicht für USDT geeignet sei.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Vorschriften schließt sich Revolut einer wachsenden Zahl von Handelsplattformen an, die den Zugang zu USDT im europäischen Raum einschränken. Die Änderungen betreffen dabei ausschließlich Nutzer innerhalb der von der Regulierung erfassten Gerichtsbarkeiten.


