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New Hampshire plant Bitcoin-Anleihen über 100 Millionen US-Dollar

Der US-Bundesstaat New Hampshire prüft die Ausgabe von Bitcoin-gestützten Anleihen im Wert von 100 Millionen US-Dollar.

7. Juli 2026 · 20:56 · 2 Min. Lesezeit
Das Kapitol von New Hampshire mit einem eingeblendeten Bitcoin-Logo und aufsteigendem Finanzchart.

Der US-Bundesstaat New Hampshire hat eine öffentliche Anhörung zur Ausgabe von Bitcoin-gestützten Anleihen im Wert von 100 Millionen US-Dollar angesetzt. Das ambitionierte Vorhaben benötigt nun die finale Zustimmung von Gouverneurin Kelly Ayotte und dem fünfköpfigen Exekutivrat.

Meilenstein für staatliche Krypto-Finanzierungen

Die staatliche Business Finance Authority (BFA) hatte das Projekt bereits im November 2025 auf den Weg gebracht. Am kommenden Mittwoch steht die Emission nun offiziell auf der Agenda der Regierung.

Gouverneurin Ayotte sieht in den Plänen eine Chance, den Staat als führenden Akteur in der digitalen Finanzwelt zu positionieren. Dabei sollen staatliche Mittel und Steuergelder durch eine clevere Strukturierung ausdrücklich nicht gefährdet werden.

Private Besicherung federt Ausfallrisiko ab

Die Struktur dieser Anleihe weicht stark von klassischen Kommunalanleihen ab. Das private Mining-Unternehmen CleanSpark stellt die notwendigen Mittel als Sicherheit bereit, sodass der Staat im Fall von Zahlungsausfällen nicht haften muss.

Der Finanzexperte David Krause von der Marquette University bewertet das Vorhaben als richtungsweisenden Konzeptnachweis. Er warnt jedoch vor den grundlegenden Herausforderungen, die hochvolatile digitale Vermögenswerte für traditionelle Finanzstrukturen mit sich bringen.

Die Ratingagentur Moody’s ordnet das Risiko ebenfalls entsprechend ein. Sie hat dem Finanzinstrument im Vorfeld ein vorläufiges Ba2-Rating zugewiesen, was einer spekulativen Einstufung mit erheblichem Kreditrisiko entspricht.

Konsequenter Weg nach der strategischen BTC-Reserve

Der Vorstoß festigt New Hampshires Rolle als kryptofreundlichster US-Bundesstaat. Bereits im Mai 2025 verabschiedete die Region als erster US-Staat ein Gesetz zur Einrichtung einer strategischen Reserve für das digitale Gold.

Dieses Gesetz erlaubt es der Regierung, bis zu 5 Prozent der öffentlichen Mittel in Kryptowährungen zu investieren. Voraussetzung ist eine Marktkapitalisierung des jeweiligen Assets von über 500 Milliarden US-Dollar.

Ähnliche Pläne auf staatlicher Ebene gestalteten sich in der Vergangenheit jedoch schwierig. El Salvador kündigte bereits im Jahr 2022 sogenannte Vulkan-Anleihen im Wert von einer Milliarde US-Dollar an, die jedoch nie realisiert wurden.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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