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Neue KOSDAQ-Regeln in Südkorea bedrohen Bitcoin-Firmen mit Delisting

Südkoreanische Firmen mit Bitcoin-Rücklagen stehen durch verschärfte KOSDAQ-Regeln vor einem möglichen Börsen-Aus.

29. Juni 2026 · 13:51 · 2 Min. Lesezeit
Kurs-Chart und Bitcoin-Münze vor der südkoreanischen Flagge als Symbol für Regulierung am KOSDAQ

Südkoreanische Unternehmen mit umfangreichen Krypto-Rücklagen stehen vor strengeren regulatorischen Hürden. Neue KOSDAQ-Richtlinien, die schrittweise in Kraft treten, setzen sogenannte Digital Asset Treasuries (DAT) dem Risiko eines Delistings aus.

Verschärfte Marktkapitalisierung am KOSDAQ

Ab Ende 2026 steigt die geforderte Mindestmarktkapitalisierung für gelistete Unternehmen auf 200 Milliarden Südkoreanische Won, was rund 145 Millionen US-Dollar entspricht. Bis Januar 2027 erhöht sich dieser Schwellenwert auf 300 Milliarden Won.

Verfehlt eine Firma diese Vorgabe an 30 aufeinanderfolgenden Handelstagen, droht der Status als verwaltete Aktie. Ohne eine Erholung der Marktkapitalisierung über 45 Tage folgt der automatische Ausschluss vom Aktienmarkt innerhalb von 90 Tagen.

Bitcoin als regulatorisches Bilanzrisiko

Viele DAT-Unternehmen konnten durch ihre Bestände an der größten Kryptowährung in der jüngeren Vergangenheit erhebliche Buchgewinne verzeichnen. Diese Kursgewinne fallen nun jedoch unter die neuen Einbehaltungsklauseln der südkoreanischen Aufsichtsbehörden.

Dadurch rücken die Firmen direkt ins Visier von Delisting-Prüfungen. Die Reform unterstreicht das klare Bestreben der südkoreanischen Regierung, den Umgang mit digitalen Vermögenswerten auf Unternehmensebene strenger zu kontrollieren.

Bitplanet als prominentes Beispiel

Ein zentrales Beispiel für den aufstrebenden Krypto-Sektor am Aktienmarkt ist das Unternehmen Bitplanet. Nach der Übernahme der KOSDAQ-gelisteten SGA durch ein Konsortium um Asia Strategy und Sora Ventures hält die Firma aktuell 300 BTC auf der Bilanz.

Langfristig strebt die Geschäftsführung den Aufbau einer Reserve von 10.000 Einheiten des digitalen Goldes an. Die aggressive Akkumulationsstrategie orientiert sich dabei an internationalen Vorbildern wie MicroStrategy aus den USA oder Metaplanet aus Japan.

Zusätzlich baut Bitplanet das operative Geschäft weiter aus. Eine kürzlich geschlossene Vereinbarung mit dem an der Nasdaq gelisteten Unternehmen Antalpha umfasst Investitionen von knapp 10,8 Millionen US-Dollar in Mining-Anlagen in Oman und Paraguay.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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