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MiCA-Frist läuft ab: EU setzt Stablecoins wie Tether unter Druck

Die ESMA beendet die Schonfrist für Krypto-Dienstleister unter der MiCA-Verordnung und erhöht den Druck auf Stablecoins.

3. Juli 2026 · 12:11 · 2 Min. Lesezeit
Europaflagge im Hintergrund mit einem Tether-Logo und einem rechtlichen Dokument mit Paragraphen im Vordergrund

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat Krypto-Dienstleister eindringlich an das bevorstehende Ende der MiCA-Übergangsfrist erinnert. Mit dem Auslaufen dieser Schonfrist greift in der Europäischen Union nun die volle Lizenzierungspflicht. Besonders für Börsen und Emittenten von Stablecoins wie Tether (USDT) steigt damit der regulatorische Druck massiv an.

MiCA-Verordnung zwingt Krypto-Börsen zum Handeln

Die Markets in Crypto-Assets (MiCA) Verordnung löst die bisherigen nationalen Richtlinien durch ein einheitliches EU-Rahmenwerk ab. Krypto-Firmen müssen nun strenge Standards in den Bereichen Zulassung, Unternehmensführung und Marktabwicklung lückenlos erfüllen.

Die bisherige Übergangsphase gab den Unternehmen Zeit zur Anpassung, sorgte aber auch für Unsicherheit am Markt. Wer die neuen Auflagen nicht rechtzeitig erfüllt, riskiert den vollständigen Verlust seines Zugangs zum europäischen Handelsraum.

Tether und Co. im regulatorischen Fokus

Ein zentraler Streitpunkt der neuen EU-Regulierung sind wertstabile Kryptowährungen. Regulierungsbehörden fordern ab sofort klare Nachweise über Währungsreserven, Rückgaberechte und eine deutlich erhöhte Haftung der jeweiligen Emittenten.

Für Branchenführer wie Tether (USDT) bedeutet dies eine drastische Zäsur. Der größte an den US-Dollar gekoppelte Token dominiert zwar den globalen Handel, stößt in Europa nun aber auf harte rechtliche Hürden. Einige Krypto-Börsen haben infolgedessen bereits damit begonnen, nicht-konforme Stablecoins für europäische Nutzer massiv einzuschränken.

Konsolidierung des europäischen Marktes droht

Die nächste Phase der MiCA-Verordnung wird die Krypto-Branche unweigerlich in zwei Lager spalten. Große Plattformen mit ausreichend Kapital können die hohen Kosten für Lizenzen, rechtliche Prüfungen und Meldepflichten deutlich besser abfedern.

Kleinere Dienstleister stehen hingegen vor einer schweren finanziellen Entscheidung. Die enormen operativen Hürden könnten dazu führen, dass sich einige Anbieter komplett aus der EU zurückziehen oder bestimmte Produkte kurzerhand vom Markt nehmen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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