Märkte live 22:06 MEZ · Aktualisiert

Kanzlei Reed Smith veröffentlicht MiCA-Tool für Krypto-Unternehmen

Die Kanzlei Reed Smith hat mit Aquarius eine automatisierte Plattform gestartet, die Krypto-Firmen bei der MiCA-Umsetzung hilft.

13. Juli 2026 · 21:51 · 2 Min. Lesezeit
Ein digitales Schutzschild mit dem MiCA-Schriftzug und EU-Sternen, flankiert von einem Bitcoin-Logo auf blauem Grund.

Die globale Wirtschaftskanzlei Reed Smith hat eine automatisierte Compliance-Plattform namens Aquarius gestartet. Das neue Tool soll Krypto-Unternehmen dabei unterstützen, die europäischen Vorgaben der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) effizient und rechtssicher umzusetzen.

Automatisierung von Krypto-Compliance

Die Software Aquarius übernimmt zentrale regulatorische Aufgaben wie die Klassifizierung von digitalen Währungen, die automatisierte Erstellung von Whitepapern sowie ESG-Berichten. Die Plattform richtet sich primär an Dienstleister, die neu in den europäischen Markt eintreten oder ihr Krypto-Angebot regional ausbauen wollen. Reed Smith plant zudem, die Unterstützung künftig auf Jurisdiktionen wie Großbritannien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und Singapur auszuweiten.

Ende der europäischen Übergangsfristen

Seit dem 1. Juli 2024 ist die Übergangsfrist für die MiCA-Verordnung innerhalb der Europäischen Union abgelaufen. Krypto-Dienstleister können sich seitdem nicht mehr auf temporäre nationale Ausnahmeregelungen berufen. Das weitreichende Regelwerk etabliert nun verbindliche Vorgaben für Lizenzen, den Verbraucherschutz und den operativen Betrieb in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten.

Reed Smith und Bitcoin-Investitionen

Die Kanzlei agiert bereits seit längerem tief in der Branche der digitalen Vermögenswerte. Über ihre Initiative On Chain beriet das Unternehmen kürzlich bei der 2,5 Milliarden US-Dollar schweren Bitcoin-Finanzierung von Trump Media. Ebenso begleitete die Kanzlei die Nakamoto Holdings bei einer strategischen Fusion, um ein neues Bitcoin-Treasury-Unternehmen zu gründen.

Regulatorische Hürden bleiben bestehen

Trotz des harmonisierten EU-Rahmens bleibt die behördliche Zulassung ein komplexer Prozess für viele Marktteilnehmer. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) prüft derzeit genau, wie Krypto-Verwahrer das Kapital der Kunden schützen und operative Risiken minimieren. Parallel dazu erwägen europäische Politiker bereits erste Anpassungen am bestehenden Regelwerk, die sich vorrangig auf die Ausgabe von nicht in Euro denominierten Stablecoins fokussieren sollen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Veröffentlicht in

Ähnliche Artikel

New Hampshire verabschiedet Blockchain-Gesetz nach Bitcoin-Reserve

SEC plant neues Krypto-Regelwerk für Bitcoin und den Gesamtmarkt

XRP-Kurs verteidigt wichtige Marke vor US-Anhörung zum CLARITY Act