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JPMorgan-Analyse: Verzögerter CLARITY Act bremst Bitcoin und Ethereum

JPMorgan warnt: Der blockierte CLARITY Act in den USA verhindert laut Analysten einen Ausbruch von Bitcoin und Ethereum.

31. Juli 2026 · 15:06 · 2 Min. Lesezeit
Bankgebäude von JPMorgan mit digitalen Bitcoin- und Ethereum-Symbolen vor dem US-Kapitol

Die US-Großbank JPMorgan sieht die ausbleibende Verabschiedung des sogenannten CLARITY Acts als Hauptgrund für die aktuelle Schwäche am Krypto-Markt. Laut den Analysten verhindert der politische Stillstand im US-Senat derzeit einen massiven Kursausbruch bei Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH).

Politische Hürden bremsen das digitale Gold

Das Krypto-Gesetz steckt ein Jahr nach seiner Verabschiedung im Repräsentantenhaus nun im Senat fest. Die Wahrscheinlichkeit einer Ratifizierung im Jahr 2026 ist in den vergangenen Tagen auf neue Tiefststände gesunken.

US-Gesetzgeber streiten weiterhin über regulatorische Details der Vorlage. Die Analysten unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou betonen jedoch, dass eine finale Verabschiedung eine starke Rallye für die größte Kryptowährung und den breiteren Altcoin-Markt auslösen würde.

Tokenisierung birgt Risiken ohne Regulierung

Neben der reinen Kursentwicklung sieht JPMorgan auch gravierende strukturelle Gefahren durch die Verzögerung. Ohne klare rechtliche Rahmenbedingungen könnten böswillige Akteure den raschen Aufstieg der Tokenisierung ungehindert ausnutzen.

Der CLARITY Act soll in den USA dringend benötigte Leitplanken für digitale Vermögenswerte schaffen. Die Bank warnt in ihrer Kundennotiz: Je länger sich das Gesetz verzögert, desto größer wird die Bedrohung für den Markt durch unregulierte Blockchain-Anwendungen.

Sinkende Chancen auf zeitnahe Einigung

Prognosemärkte wie Polymarket bewerten die Chance auf eine Verabschiedung vor 2027 mittlerweile nur noch mit 39 Prozent. Auch das Krypto-Analysehaus Galaxy korrigierte seine Einschätzung innerhalb nur eines Monats drastisch von 50 auf 30 Prozent nach unten.

Der Vorsitzende der US-Börsenaufsicht, Paul Atkins, hat dem Kongress bereits technische Unterstützung angeboten, um das Vorhaben voranzutreiben. Dennoch drohen weitere Verzögerungen durch anstehende Wahlen und anhaltende parteipolitische Differenzen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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