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Kalshi-Futures für ETH, XRP und SOL bedrohen die On-Chain-Liquidität

Die neuen Kalshi-Futures für ETH, XRP und SOL entziehen dem dezentralen Finanzwesen laut Experten wichtige Liquidität.

13. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein Kurs-Chart für Ethereum und Solana vor dem Hintergrund eines dezentralen Finanznetzwerks

Der Alliance-Mitbegründer Imran Khan warnt vor den negativen Folgen der neu eingeführten Perpetual Futures für Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) auf der Plattform Kalshi. Der Experte befürchtet, dass diese regulierten Krypto-Derivate dem dezentralen Finanzwesen (DeFi) wichtige Liquidität entziehen könnten.

Kapitalfluss in geschlossene Ökosysteme

Die von der US-Behörde CFTC regulierte Handelsplattform startete Anfang Juni zunächst Terminkontrakte für die zweitgrößte Kryptowährung. Wenige Tage später folgten ähnliche Handelsprodukte für den Ripple-Token sowie die Hochgeschwindigkeits-Blockchain Solana.

Laut Khan ziehen diese Off-Chain-Angebote sowohl Nutzer als auch Gelder von dezentralen Börsen ab. Er sieht darin eine direkte Konkurrenz zu etablierten dezentralen Plattformen wie Hyperliquid oder Polymarket, die echtes On-Chain-Exposure bieten.

Fehlende Integrierbarkeit hemmt Innovation

Das Hauptproblem liegt für den Branchenkenner nicht im Handel selbst, sondern in der fehlenden Datenverfügbarkeit auf der Blockchain. Im DeFi-Sektor können Entwickler bestehende Liquidität und offene Positionen nahtlos in neue Anwendungen integrieren.

Dieser sogenannte Komponierbarkeitseffekt geht bei geschlossenen Systemen verloren. Wenn sich der Status der Transaktionen außerhalb der Blockchain befindet, lassen sich diese wertvollen Netzwerkeffekte kaum noch für den Gesamtmarkt nutzen.

Ausblick auf den Krypto-Derivatemarkt

Kalshi plant bereits die Ausweitung seines Portfolios auf weitere digitale Assets wie Dogecoin (DOGE) und Stellar (XLM). Zwar könnten regulierte Plattformen laut Expertenmeinung dazu beitragen, komplexe Finanzprodukte für den Mainstream zugänglich zu machen.

Dennoch bleibt laut Khan das Risiko bestehen, dass erfolgreiche On-Chain-Produkte zunehmend kopiert und in zentralisierte Umgebungen verlagert werden. Dies könnte die Innovationskraft der ursprünglichen Blockchain-Ökosysteme langfristig schwächen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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