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Ethereum und Solana führen Krypto-Verluste im 1. Halbjahr 2026 an

Ethereum und Solana verzeichnen im ersten Halbjahr 2026 die höchsten Verluste durch Krypto-Hacks.

28. Juli 2026 · 13:06 · 2 Min. Lesezeit
Ein Diagramm mit Kursverlusten neben den Logos von Ethereum und Solana

In der ersten Jahreshälfte 2026 haben Cyberangriffe auf den Kryptomarkt Schäden von über einer Milliarde US-Dollar verursacht. Laut einem Bericht der Sicherheitsfirma Blockaid waren die Netzwerke von Ethereum und Solana am stärksten von den Hackangriffen betroffen.

Smart Contracts bei Ethereum im Visier

Die größte Altcoin-Plattform verzeichnete mit rund 332 Millionen US-Dollar die höchsten gestohlenen Summen. Angreifer nutzten dabei vorrangig Schwachstellen im Code von Brücken und Smart Contracts aus.

Zusätzlich trugen laut Blockaid kompromittierte Schlüssel bei Projekten wie Humanity Protocol und StablR zu den Verlusten bei. Da das Netzwerk besonders wertvolle Anwendungen wie Restaking-Plattformen und dezentrale Börsen beheimatet, bleibt ETH ein primäres Ziel für Hacker.

Solana verzeichnet massiven Anstieg durch Schlüssel-Diebstahl

Das Solana-Netzwerk folgt dicht dahinter und verdrängte Arbitrum vom zweiten Platz der am stärksten betroffenen Blockchains. Die Schadenssumme stieg drastisch auf 326 Millionen US-Dollar an, verglichen mit 127 Millionen im gesamten Vorjahr.

Im Gegensatz zur zweitgrößten Kryptowährung waren bei SOL jedoch keine fehlerhaften Codes die Hauptursache. Über 98 Prozent der Verluste entstanden durch gestohlene private Schlüssel und kompromittierte Signatur-Infrastrukturen.

Besonders betroffen waren dabei das Drift Protocol und Step Finance. Blockaid führt diese Vorfälle auf nordkoreanische Cyber-Gruppen zurück.

Rekordzahl an Sicherheitsvorfällen im Kryptomarkt

Insgesamt registrierte Blockaid 212 Sicherheitsvorfälle im ersten Halbjahr 2026. Dies markiert die höchste Anzahl an Hacks innerhalb eines sechsmonatigen Zeitraums in der Geschichte der Branche.

Der größte Einzelverlust betraf KelpDAO mit einer Schadenssumme von 292 Millionen US-Dollar. Die Zahl der schwerwiegenden Exploits übertraf laut Blockaid-CEO Ido Ben-Natan bereits die Gesamtanzahl des Vorjahres um ein Vielfaches.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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