Grayscale: Ethereum und Solana als größte Gewinner des CLARITY Acts
Neue US-Regulierungen könnten institutionelles Kapital gezielt in etablierte Smart-Contract-Plattformen lenken.
Der Vermögensverwalter Grayscale hat Ethereum und Solana als Hauptprofiteure des sogenannten CLARITY Acts identifiziert. Der Gesetzentwurf, der am 14. Mai den US-Bankenausschuss passierte, soll die Krypto-Aufsicht neu regeln und frisches institutionelles Kapital in etablierte Blockchains lenken.
Ethereum und Solana dominieren den DeFi-Sektor
Die zweitgrößte Kryptowährung führt laut Grayscale das Feld der Netzwerke mit umfassender On-Chain-Funktionalität an. Dicht dahinter folgen das schnelle Solana-Netzwerk sowie die BNB Chain.
Diese drei Protokolle weisen aktuell das höchste Angebot an Stablecoins und den größten gesperrten Gesamtwert (Total Value Locked) im Bereich der dezentralen Finanzen auf. Die Analysten erwarten, dass reguliertes Kapital primär in diese hochliquiden Infrastrukturen fließen wird.
Fokus auf Tokenisierung und Wall-Street-Adoption
Neben den etablierten Krypto-Größen rückt auch das Canton Network (CC) in den Fokus von Grayscale. Diese auf Datenschutz fokussierte Layer-1-Blockchain wurde gezielt für die Bedürfnisse regulierter Finanzinstitute entwickelt.
Das Netzwerk verarbeitet laut eigenen Angaben bereits täglich Abwicklungen im Wert von 350 Milliarden US-Dollar. Finanzgiganten wie J.P. Morgan, Visa und die DTCC nutzen die Infrastruktur für die Tokenisierung realer Vermögenswerte.
Politischer Weg des CLARITY Acts bleibt spannend
Der „Digital Asset Market Clarity Act“ strebt an, die komplexe Aufsicht über den digitalen Währungsmarkt klar zwischen der Wertpapierbehörde SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC aufzuteilen. Der Entwurf nahm mit 15 zu 9 Stimmen erfolgreich die erste Hürde im US-Senatsausschuss.
Nun steht die finale Abstimmung im gesamten US-Senat an, für die 60 Stimmen erforderlich sind. Der Erfolg des regulatorischen Vorhabens hängt dabei maßgeblich von der Unterstützung der Demokraten ab.


