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Bitcoin droht tiefe Korrektur auf 48.000 US-Dollar – Analyst warnt

Bitwise-Analyst Andre Dragosch rechnet mit einer weiteren Bitcoin-Korrektur und sieht den Tiefpunkt bei 48.000 US-Dollar.

12. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Roter nach unten zeigender Pfeil über einem Bitcoin-Kurschart

Der Bitcoin-Kurs könnte im extremsten Fall auf 48.000 US-Dollar abrutschen. Diese Einschätzung vertritt Andre Dragosch, Forschungsleiter bei Bitwise Europe, angesichts massiver ETF-Abflüsse und einer bisher fehlenden Bodenbildung auf der Blockchain.

Warnung vor dem Max-Pain-Szenario

Nach den jüngsten Verlusten verzeichnete die größte Kryptowährung zuletzt eine leichte Erholung von rund 2,5 Prozent. Viele Marktbeobachter werten diesen positiven Trend jedoch lediglich als temporäre Entlastungsrallye.

Laut Andre Dragosch bereitet sich das digitale Gold auf weiteres Abwärtspotenzial vor. Der Analyst skizziert einen Rücksetzer um 20 Prozent vom aktuellen Preisniveau, was er als das Schmerzensmaximum für Anleger beschreibt.

Dragosch stützt seine Analyse auf mehrere kritische Preisniveaus. Während der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt bei rund 61.000 US-Dollar liegt, verortet er den realisierten Preis bei 56.000 US-Dollar und die Kostenbasis langfristiger Halter sogar bei 48.000 US-Dollar.

ETF-Abflüsse belasten die Marktstruktur

Als Haupttreiber für den jüngsten Preisverfall identifiziert Dragosch die deutlichen Kapitalabflüsse aus den börsengehandelten Fonds. Innerhalb von nur einer Woche zogen Investoren fast zwei Milliarden US-Dollar aus den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs ab.

Verlangsamte Akkumulationen durch Kleinanleger oder vereinzelte Verkäufe durch Unternehmen spielen laut dem Bitwise-Experten aktuell eine untergeordnete Rolle. Die Preisdynamik wird derzeit primär von den massiven Abflüssen der institutionellen Fonds diktiert.

Analysten vermissen die finale Bodenbildung

Obwohl erste interne Modelle von Bitwise in der vergangenen Woche leichte Anzeichen für eine Bodenbildung zeigten, zeichnen die On-Chain-Daten ein anderes Bild. Die Blockchain-Metriken bestätigen bisher nicht, dass der BTC-Preis seinen finalen Zyklustiefpunkt bereits erreicht hat.

Diese Ansicht teilen auch Analysten anderer Forschungsunternehmen. Julio Moreno von CryptoQuant erwartet beispielsweise, dass der Kurs zeitnah in Richtung des realisierten Preises von 53.600 US-Dollar steuert.

Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, warnt ebenfalls vor einer anhaltenden Abwärtsbewegung. Er verortet den potenziellen Tiefpunkt der Leitwährung in der breiteren Zone zwischen 40.000 und 46.000 US-Dollar.

Solange diese Korrekturrisiken im Raum stehen, muss der Marktführer laut Chart-Experten zunächst den kritischen Widerstand zwischen 64.000 und 65.000 US-Dollar durchbrechen, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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