Finanzriese Charles Schwab unterstützt CLARITY-Gesetz für Bitcoin

Der Broker Charles Schwab drängt vor der August-Pause des US-Senats auf die Verabschiedung des Krypto-Gesetzes CLARITY.

26. Juli 2026 · 00:31 · 2 Min. Lesezeit
Das Logo des Finanzdienstleisters Charles Schwab vor einem digitalen Kurs-Chart und einer goldenen Bitcoin-Münze.

Der Finanzdienstleister Charles Schwab, der ein Kundenvermögen von 13 Billionen US-Dollar verwaltet, hat sich öffentlich für den sogenannten CLARITY Act ausgesprochen. Das Unternehmen drängt damit auf ein klares regulatorisches Rahmenwerk für den US-Kryptomarkt, bevor der US-Senat in seine anstehende August-Pause geht.

Klarheit für Bitcoin und Ethereum

Jim Ferraioli, Direktor für digitale Währungsforschung bei SCFR, bezeichnete den aktuellen Zeitpunkt als kritisch für den lang erwarteten Gesetzentwurf. Die Rückendeckung durch den Broker folgt direkt auf die jüngste Erweiterung des hauseigenen Krypto-Geschäfts.

Über die Plattform des Unternehmens können berechtigte Kunden in 48 US-Bundesstaaten bereits direkt in Bitcoin und Ethereum investieren. Das digitale Gold und die führende Smart-Contract-Plattform stehen damit im Zentrum der institutionellen Expansionsstrategie des Finanzdienstleisters.

Der CLARITY Act sieht vor, die Zuständigkeiten zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und der Handelsbehörde CFTC klar voneinander abzugrenzen. Der Gesetzentwurf hat den Bankenausschuss des Senats bereits im Mai mit 15 zu 9 Stimmen passiert, wartet jedoch noch auf die finale Abstimmung im Plenum.

Zeitdruck im US-Senat

Die politische Umsetzung des Marktstrukturgesetzes steht derzeit unter enormem Zeitdruck. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, räumte kürzlich ein, dass der Zeitplan eng sei und möglicherweise noch nicht genügend Stimmen vorliegen.

Experten warnen davor, dass sich die Verabschiedung aufgrund der anhaltenden Wahlkampfpolitik bis in den November verzögern könnte. Das Weiße Haus gibt sich bei diesem Thema hingegen optimistischer.

Patrick Witt, Exekutivdirektor des Krypto-Rates im Weißen Haus, wies darauf hin, dass der Senat in der ersten Augustwoche noch tagt. Eine Abstimmung im Plenum wäre demnach theoretisch noch vor der anstehenden Sitzungspause möglich.

Auswirkungen auf den Krypto-Markt

Ein Scheitern des Gesetzes vor der Sommerpause könnte den institutionellen Fortschritt in den USA vorerst ausbremsen. Ferraioli betonte jedoch die positiven Effekte für den Gesamtmarkt, sollte das Gesetz rechtzeitig verabschiedet werden.

Die offizielle Regulierung würde das Narrativ der institutionellen Adaption neu beleben. Dies könnte laut Einschätzung der Experten den Kurs der größten Kryptowährung kurzfristig weiter nach oben treiben.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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