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Fed-Intervention am Aktienmarkt könnte neuen Bitcoin-Bullenmarkt auslösen

Analysten erwarten, dass Fed-Interventionen bei einem möglichen Aktien-Crash viel Liquidität in Bitcoin pumpen könnten.

9. Juli 2026 · 01:41 · 2 Min. Lesezeit
Grafik des Bitcoin-Kurses mit dem Logo der Federal Reserve und fallenden Aktiencharts im Hintergrund

Eine mögliche Intervention der US-Notenbank Fed zur Stützung des amerikanischen Aktienmarktes könnte indirekt den Kurs von Bitcoin (BTC) beflügeln. Analysten vermuten, dass die Zentralbank bei einem schweren Markteinbruch durch Liquiditätsspritzen eingreifen wird. Dies würde historische Vorbilder zufolge Risikoanlagen wie die größte Kryptowährung stark profitieren lassen.

US-Aktienmarkt gilt als „Too big to fail“

Der US-Aktienmarkt ist in den vergangenen fünf Jahren um 68 Prozent gewachsen und hat allein in diesem Jahr rund sechs Billionen US-Dollar an Wert gewonnen. Experten wie der Ökonom Peter Schiff warnen jedoch davor, dass dieses rasante Wachstum die Basis für eine massive Marktkorrektur bilden könnte.

Mit einer Marktkapitalisierung von 75 Billionen US-Dollar gilt der Aktienmarkt mittlerweile als zu groß und zu wichtig, um ihn scheitern zu lassen. Da 58 Prozent der US-Amerikaner Aktien besitzen, wäre der politische Druck, einen anhaltenden Bärenmarkt zu verhindern, enorm hoch.

Laut Tim Sun, Senior Researcher bei der HashKey Group, würde ein schwerer Bärenmarkt nicht nur das Vermögen der Anleger vernichten. Er würde auch Konsumausgaben drastisch dämpfen, die Stabilität von Pensionskassen gefährden und Steuereinnahmen einbrechen lassen.

Neue Liquidität als Katalysator für Bitcoin

Um einen solchen wirtschaftlichen Schaden abzuwenden, könnte die Fed jahrzehntelange Präzedenzfälle brechen. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas hält es für wahrscheinlich, dass die US-Notenbank im nächsten Abschwung direkt Aktien-ETFs kaufen wird, um den Markt zu stützen.

Bereits im Jahr 2020 kaufte die Fed während der COVID-19-Pandemie Unternehmensanleihen-ETFs im Wert von 8,7 Milliarden US-Dollar. Zentralbanken in China und Japan nutzen den indirekten Kauf von Aktien-ETFs über öffentliche Gelder bereits aktiv zur Liquiditätssteigerung.

Von dieser massiven Ausweitung der Geldmenge würde das digitale Gold massiv profitieren. Alvin Kan, Chief Operating Officer bei Bitget Wallet, erklärt, dass Zinssenkungen und Bilanzausweitungen der Fed die Risikobereitschaft der Anleger traditionell zurückbringen.

Sobald dieses Kapital wieder in wachstumsstarke Anlagen rotiert, tritt Bitcoin historisch gesehen in einen mittel- bis langfristigen Aufwärtstrend ein. Ein sehr ähnliches geldpolitisches Szenario trieb die Kryptomärkte bereits im Jahr 2021 zu neuen Allzeithochs.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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