Ethereum plant Glamsterdam-Upgrade mit 200 Millionen Gas-Limit
Das kommende Ethereum-Upgrade Glamsterdam soll durch technische Protokolländerungen das Gas-Limit drastisch erhöhen.
Die Entwickler der zweitgrößten Kryptowährung treiben die Planungen für das kommende Glamsterdam-Upgrade voran. Das Update soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf das Mainnet gebracht werden und den Weg für ein deutlich höheres Gas-Limit von bis zu 200 Millionen bereiten.
ePBS soll Dezentralisierung stärken
Im Zentrum der technischen Diskussion steht der Vorschlag EIP-7732. Diese sogenannte Enshrined Proposer-Builder Separation (ePBS) integriert die Trennung von Block-Erstellern und -Validatoren direkt in das Protokoll.
Aktuell ist das Netzwerk bei der Block-Konstruktion oft auf externe Infrastrukturen angewiesen. Die tiefere Integration soll nun bestehende Zentralisierungsrisiken und Zensurdruck spürbar verringern.
Parallele Transaktionsverarbeitung rückt in den Fokus
Ein weiterer entscheidender Baustein ist EIP-7928, der Zugriffslisten auf Block-Ebene einführt. Diese Listen machen die Ausführung von Smart Contracts vorhersehbarer, da Validatoren vorab erkennen können, welche Daten ein Block verändert.
Dies ist eine Grundvoraussetzung für die parallele Verarbeitung von Transaktionen. Dadurch könnte ETH künftig ein deutlich höheres Netzwerk-Volumen verarbeiten, ohne die Betreiber der Knotenpunkte zu überlasten.
Die geplanten Skalierungsschritte folgen auf das noch ausstehende Pectra-Upgrade. Mit Glamsterdam adressiert die Smart-Contract-Plattform langfristige Flaschenhälse, um die Transaktionskapazität der Basisschicht für die Zukunft nachhaltig abzusichern.


