BlackRock und Visa bringen neuen Stablecoin Open USD auf Ethereum
Ein Konsortium aus 140 Unternehmen startet den institutionellen Stablecoin OUSD und fordert damit Tether und USDC heraus.
Ein von über 140 Unternehmen unterstütztes Konsortium startet den neuen Stablecoin Open USD (OUSD) direkt auf der Ethereum-Blockchain. Das von Finanzgrößen wie BlackRock und Visa getragene Projekt richtet sich gezielt an institutionelle Anleger und soll sofort auf dem Netzwerk verfügbar sein.
Ein Konsortium der Finanzgiganten
Die Entwicklung von OUSD wird von dem unabhängigen Unternehmen Open Standard geleitet. Ein Kernaspekt ist das neuartige Konsortium-Modell, das eine Abhängigkeit von einem einzigen Emittenten strukturell verhindert.
Mehr als 140 namhafte Firmen aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Bankwesen und Krypto-Infrastruktur sind an dem Projekt beteiligt. Zu den prominentesten Unterstützern zählen neben Mastercard und Stripe auch Akteure wie BNY, Coinbase und Western Union.
Angriff auf etablierte Marktführer
Das Projekt möchte sich deutlich von bisherigen Branchengrößen wie Tether (USDT) und USD Coin (USDC) abheben. Statt die Zinserträge der Reservewerte beim Herausgeber zu bündeln, fließen diese direkt an die Partner im Ökosystem.
Zudem können teilnehmende Unternehmen den neuen Token ohne Gebühren oder künstliche Volumenbegrenzungen prägen und zurückgeben. Analysten sehen in OUSD daher einen ernsthaften Konkurrenten für bestehende Angebote, einschließlich des geplanten RLUSD von Ripple.
Ethereum festigt institutionelle Dominanz
Die Wahl der Smart-Contract-Plattform als Startumgebung unterstreicht deren wachsende Bedeutung für den traditionellen Finanzsektor. Die Blockchain beheimatet bereits das größte Stablecoin-Ökosystem und einen stark steigenden Anteil an tokenisierten Staatsanleihen.
Tom Lee, Mitbegründer von Fundstrat, wertet diese Entscheidung als langfristige Bestätigung für die zweitgrößte Kryptowährung. Laut dem Experten zeige der Schritt, dass Ethereum (ETH) auch nach elf Jahren die bevorzugte Basis für die Zukunft der globalen Finanzen bleibt.


