Ethereum-Kurs schwächelt: DeFi-Sektor verliert 43 Milliarden Dollar
Ein massiver Kapitalabfluss im DeFi-Sektor und sinkendes Vertrauen setzen den Ethereum-Kurs spürbar unter Druck.
Der Kurs von Ethereum verharrt aktuell nahe der Marke von 2.140 US-Dollar und zeigt deutliche Schwächesignale. Ein massiver Kapitalabfluss aus dem DeFi-Ökosystem und schwindendes Vertrauen mittelfristiger Investoren setzen die zweitgrößte Kryptowährung stark unter Druck. Im direkten Monatsvergleich hinkt das Asset dem Bitcoin um zehn Prozent hinterher.
Massive Kapitalabflüsse belasten das Ökosystem
Der fundamentale Gegenwind für die Smart-Contract-Plattform nimmt zu. Seit dem Jahreshoch im Januar ist der Total Value Locked (TVL) im Bereich der dezentralen Finanzen von über 106 Milliarden auf knapp 63 Milliarden US-Dollar eingebrochen.
Dieser herbe Verlust von rund 43 Milliarden US-Dollar spiegelt sich direkt in der Preisentwicklung wider. Während Bitcoin auf Monatssicht leichte Gewinne verzeichnet, verliert ETH rund acht Prozent an Wert.
Chartbild und On-Chain-Daten signalisieren Vorsicht
Technische Analysten beobachten auf dem Tageschart derzeit ein bärisches Muster, das als umgekehrte Tasse mit Henkel bekannt ist. Bricht die Nackenlinie dieser Formation, signalisiert dies eine Fortsetzung des Abwärtstrends.
Auch die Analyseplattform Glassnode liefert besorgniserregende Metriken für das digitale Asset. Die Gruppe der mittelfristigen Halter, deren Coins zwischen drei und sechs Monaten nicht bewegt wurden, reduziert ihre Bestände signifikant.
Hielt diese Investorenklasse Anfang April noch 18,6 Prozent der gesamten ETH-Umlaufmenge, sank dieser Wert zuletzt auf 12,7 Prozent. Dieser rasche Rückgang um fast sechs Prozentpunkte deutet auf einen spürbaren Vertrauensverlust hin.
Wichtige Kursmarken für die kommenden Tage
Um den aktuellen Abwärtstrend zu durchbrechen, muss der Kurs kurzfristig den Widerstand bei 2.132 US-Dollar überwinden.
Erst ein nachhaltiger Sprung über die wichtige Fibonacci-Marke von 2.210 US-Dollar würde das angeschlagene Chartbild wieder aufhellen. Bis dahin bleibt das Risiko eines tieferen Ausverkaufs im Markt bestehen.


