XRP ETFs schlagen Bitcoin und Ethereum bei Zuflüssen, Kurs schwächelt
Trotz starker Nettozuflüsse in institutionelle Anlageprodukte kämpft der Ripple-Token am Spotmarkt mit einem Abwärtstrend.
Am 9. Juni verzeichneten XRP-Spot-ETFs überraschend starke Nettozuflüsse und ließen damit etablierte Krypto-Produkte hinter sich. Während Investoren massiv Kapital aus Bitcoin- und Ethereum-Fonds abzogen, flossen 7,44 Millionen US-Dollar in Anlageprodukte des Ripple-Tokens.
Millionen-Zuflüsse für XRP trotz Marktschwäche
Die jüngsten Marktdaten zeichnen ein deutliches Bild der aktuellen institutionellen Präferenzen.
Während Solana-ETFs lediglich rund 794.000 US-Dollar anziehen konnten, setzten sich XRP-Produkte mit Zuflüssen im Millionenbereich klar an die Spitze.
Gleichzeitig verzeichneten Spot-ETFs für die größte Kryptowährung Abflüsse in Höhe von 77,44 Millionen US-Dollar. Auch Ethereum musste als führende Smart-Contract-Plattform drastische Kapitalabflüsse von 40,85 Millionen US-Dollar hinnehmen.
Darum profitiert der Ripple-Token nicht
Obwohl die Zuflüsse ein starkes institutionelles Interesse signalisieren, spiegelt sich diese Dynamik am Spotmarkt nicht wider.
Derzeit wird das digitale Asset bei rund 1,11 US-Dollar gehandelt. Zuvor war eine wichtige Unterstützungszone zwischen 1,28 und 1,30 US-Dollar deutlich nach unten durchbrochen worden.
Marktbeobachter erklären diese Diskrepanz mit der fehlenden Skalierung der institutionellen Gelder. Die Investitionssumme von 7,44 Millionen US-Dollar ist im Vergleich zur gesamten Marktkapitalisierung und dem täglichen Handelsvolumen schlicht zu gering, um den breiten Verkaufsdruck auszugleichen.
Technische Analyse zeigt Hoffnungsschimmer
Aus technischer Perspektive befindet sich der Coin derzeit unterhalb der wichtigen gleitenden Durchschnitte der letzten 50, 100 und 200 Tage.
Dennoch gibt es erste Anzeichen für ein potenzielles Ende der Talfahrt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist in den überverkauften Bereich nahe der 30-Punkte-Marke abgerutscht.
Zusammen mit einem kürzlichen Volumenanstieg bei den Verkäufen deutet dies auf eine beginnende Bodenbildung und eine nachlassende Abwärtsdynamik hin.


