Ethereum Foundation streicht Poseidon aus Post-Quanten-Architektur
Die Ethereum Foundation ändert ihre Post-Quanten-Strategie und ersetzt den Poseidon-Hash durch bewährte Alternativen.
Die Ethereum Foundation streicht die Hash-Funktion Poseidon aus ihren Plänen für eine quantensichere Architektur. Laut dem Forscher Justin Drake greift das Entwicklerteam stattdessen auf bewährte Alternativen wie SHA oder BLAKE zurück, da Fortschritte bei kompakten Beweisverfahren den Leistungsvorteil von Poseidon hinfällig gemacht haben.
SNARK-Fortschritte verdrängen Poseidon-Hash
Bislang galt Poseidon als aussichtsreicher Kandidat für zukünftige Post-Quanten-Systeme wie leanVM. Diese sollen der zweitgrößten Kryptowährung helfen, große Mengen an Blockchain-Aktivitäten effizient zu verifizieren.
Neuere Entwicklungen im Bereich der SNARKs – kompakte Beweise zur Bestätigung von Berechnungen – haben die Ausgangslage jedoch verändert. Konventionelle Hash-Funktionen arbeiten in diesen geplanten Systemen mittlerweile effizient genug, um Poseidon zu ersetzen.
Zeitplan für Ethereums quantensichere Zukunft
Ein produktionsreifes leanVM-System wird für das Jahr 2027 angestrebt. Daran anschließend ist für 2028 eine stufenweise Integration in die Konsens-, Daten- und Ausführungsschichten des ETH-Netzwerks geplant.
Sreeram Kannan, Gründer und CEO von Eigen Labs, unterstützt diesen strategischen Wechsel. Etablierte kryptografische Systeme weisen laut Kannan weniger bekannte Angriffsvektoren auf und können deutlich schneller implementiert werden.
Zudem konnten gemeinsame Entwicklungen der Entwicklerstiftung und dem Krypto-Unternehmen Succinct die Beweisgeschwindigkeiten bereits um das Zweieinhalbfache steigern. Die Smart-Contract-Plattform rüstet sich damit proaktiv und ressourcenschonend gegen potenzielle Bedrohungen durch künftige Quantencomputer.


