Ethereum Foundation entlässt 20 Prozent der Belegschaft – ETH-Kurs fällt
Die Ethereum Foundation entlässt 20 Prozent ihrer Mitarbeiter, was den ETH-Kurs um rund sieben Prozent drückt.
Die Ethereum Foundation streicht rund 20 Prozent ihrer Arbeitsplätze und entlässt 54 Mitarbeiter. Diese tiefgreifende Umstrukturierung ist das Resultat eines monatelangen internen Prozesses zur Neuausrichtung der Finanzen. Als erste Reaktion auf die Bekanntgabe verzeichnete der Kurs der zweitgrößten Kryptowährung einen Rückgang von knapp sieben Prozent.
Neue Finanzstrategie zwingt zu Kürzungen
Die aktuellen Entlassungen spiegeln die neuen Treasury-Richtlinien der Organisation wider. Das erklärte Ziel der Führungsebene ist es, die operativen Ausgaben auf 15 Prozent der eigenen Rücklagen zu begrenzen. Langfristig soll dieser Wert sogar auf einen Basiswert von fünf Prozent sinken.
Die Foundation strukturiert sich künftig in sieben Kernbereiche um, die sich verstärkt auf Protokollsicherheit und Zensurresistenz fokussieren. Betroffene Mitarbeiter erhalten Abfindungen sowie Unterstützung bei der Suche nach neuen Positionen innerhalb des Krypto-Ökosystems.
Führungskrise und Abwanderung im Ökosystem
Der Personalabbau reiht sich in eine Phase deutlicher personeller Umbrüche ein. Seit Jahresbeginn haben mindestens acht hochrangige Führungskräfte die Organisation verlassen. Darunter befinden sich auch prominente Co-Direktoren, was Fragen zur zukünftigen Governance aufwarf.
Diese Entwicklung befeuert brancheninterne Diskussionen über die künftige Finanzierung der Kernentwicklung von ETH. Gleichzeitig formieren sich jedoch neue, unabhängige Initiativen abseits der zentralen Stiftung.
So gründeten fünf ehemalige Forscher der Foundation kürzlich die Non-Profit-Organisation Ethlabs. Mit finanzieller Unterstützung von Branchengrößen wie Joe Lubin soll dieses neue Projekt die institutionelle Adaption der Smart-Contract-Plattform weiter vorantreiben.


