Ethereum-Gebühren sinken um 51 Prozent, während die Nutzung steigt
Ein Bitwise-Bericht zeigt: Ethereums Netzwerkeinnahmen sinken, obwohl Transaktionen und Staking neue Rekorde brechen.
Die Netzwerkeinnahmen von Ethereum (ETH) sind im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 51 Prozent auf rund 64 Millionen US-Dollar gesunken. Gleichzeitig erreichten die Transaktionsaktivität und das Staking neue Rekordwerte. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Vermögensverwalters Bitwise hervor.
Mehr Transaktionen bei geringeren Netzwerkkosten
Trotz des drastischen Rückgangs der Einnahmen in US-Dollar verzeichnete die zweitgrößte Kryptowährung ein starkes Wachstum bei der Nutzung. Das Netzwerk verarbeitete im abgelaufenen Quartal 203,9 Millionen Transaktionen, verglichen mit 121,1 Millionen im Vorjahr.
Der Durchsatz stieg dabei von 15 auf 26 Transaktionen pro Sekunde. Dieser Anstieg wurde durch eine Erhöhung des Block-Gas-Limits auf 60 Millionen ermöglicht, wodurch Speicherplatz auf der Blockchain günstiger und reichlicher vorhanden war.
Ethereum-Einnahmen steigen in ETH gemessen an
Die Bitwise-Analysten betonen, dass der Rückgang der Dollar-Einnahmen teilweise auf einen schwächeren Kurs der Smart-Contract-Plattform zurückzuführen ist. Betrachtet man die Einnahmen direkt in der nativen Währung, ergibt sich ein anderes Bild.
So stiegen die Einnahmen von 27.670 ETH im ersten Quartal auf 31.166 ETH im zweiten Quartal an. Dies markiert den ersten vierteljährlichen Anstieg seit über einem Jahr.
Parallel dazu erreichte das Staking einen neuen Höchststand. Aktuell sind 40,2 Millionen Token gesperrt, was etwa 33 Prozent des gesamten Angebots entspricht und auf anhaltende institutionelle Zuflüsse hindeutet.
Solana zeigt ähnliche Marktdynamik
Dieser Trend sinkender Gebühren bei gleichzeitig steigender Nutzung beschränkt sich nicht nur auf das Ethereum-Ökosystem. Auch Konkurrenten wie Solana (SOL) verzeichneten mit 9,8 Milliarden Transaktionen nahezu ein Allzeithoch, während die Einnahmen in US-Dollar fielen.
Geringere Überlastung und skalierbarere Netzwerke führen branchenweit zu niedrigeren Kosten für Endnutzer, was laut dem Bericht die Grundlage für eine breitere Akzeptanz bildet.


