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CoinEx verarbeitet 3,84 Milliarden Dollar für sanktionierte Iran-Akteure

Die Krypto-Börse CoinEx soll Milliarden für iranische Akteure bewegt haben. Spuren führen auch zu gestohlenen Bitcoin.

25. Juni 2026 · 06:56 · 2 Min. Lesezeit
Krypto-Wallet auf einem Smartphone vor dem beleuchteten Logo der Börse CoinEx

Die Kryptobörse CoinEx steht im Zentrum neuer Ermittlungen, nachdem Berichte über Transaktionen in Höhe von 3,84 Milliarden US-Dollar für iranische Entitäten aufgetaucht sind. Seit 2019 sollen diese Gelder zur Umgehung von US-Sanktionen transferiert worden sein, wobei auch direkte Verbindungen zu gewaschenen Bitcoin aus einem massiven Hackangriff bestehen.

Verbindungen zum Bybit-Hack und Nordkorea

Laut einem Bericht des Wall Street Journal unter Berufung auf das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs entwickelte sich die Handelsplattform zu einem Hauptkanal für sanktionierte Akteure aus dem Nahen Osten. Analysten identifizierten zwei Wallets, die mutmaßlich direkt von der iranischen Zentralbank kontrolliert werden.

Die Spur dieser Gelder führt zurück zu dem verheerenden Bybit-Hack aus dem Jahr 2025. Das US-amerikanische FBI rechnet diesen groß angelegten Diebstahl staatlich unterstützten nordkoreanischen Hackergruppen zu.

Die Angreifer wuschen die gestohlenen Vermögenswerte über ein komplexes Netzwerk an Blockchain-Adressen. Schließlich wurden die Gelder in Bitcoin (BTC) und andere digitale Devisen umgewandelt, bevor sie letztendlich auf Konten bei CoinEx landeten.

US-Behörden erhöhen den regulatorischen Druck

Bislang haben die US-Behörden CoinEx kein formelles Fehlverhalten vorgeworfen oder neue Zwangsmaßnahmen verhängt. Dennoch werfen die Enthüllungen ernsthafte Fragen zu den internen Geldwäschekontrollen der Börse auf.

Das Vorgehen der USA gegen das iranische Krypto-Ökosystem verschärft sich derweil zunehmend. Bereits Anfang des Jahres sanktionierte das US-Finanzministerium vier iranische Handelsplätze, darunter den lokalen Marktführer Nobitex.

Die strikte Einhaltung von Sanktionen ist für zentralisierte Krypto-Börsen rechtlich bindend. Im Gegensatz zu dezentralen Protokollen wie THORChain müssen diese Unternehmen strenge Kundenverifizierungen implementieren, um illegale Geldflüsse mit der größten Kryptowährung und Altcoins effektiv zu unterbinden.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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