Coinbase warnt: Quantencomputer bedrohen sieben Millionen Bitcoin
Coinbase warnt vor der Bedrohung durch Quantencomputer und schätzt, dass rund sieben Millionen Bitcoin gefährdet sind.
Der Beratungsausschuss für Quantencomputing der US-Börse Coinbase ruft Krypto-Entwickler dazu auf, sich umgehend auf eine Post-Quanten-Zukunft vorzubereiten. Einem neuen Bericht zufolge könnten künftig rund sieben Millionen Bitcoin (BTC) durch leistungsstarke Quantencomputer gefährdet sein.
Gefahr für alte Bitcoin-Adressen
Aktuell kann noch kein Quantencomputer die Verschlüsselung moderner Blockchains knacken. Forscher warnen jedoch, dass sogenannte kryptografisch relevante Systeme bereits bis zum Jahr 2030 existieren könnten.
Diese Rechner wären theoretisch in der Lage, die digitalen Signaturen der größten Kryptowährung sowie von Ethereum (ETH) zu brechen. Das Hauptrisiko liegt laut dem Coinbase-Ausschuss bei alten Adressen, deren öffentliche Schlüssel bereits offengelegt wurden.
Etwa sieben Millionen BTC ruhen in solchen anfälligen Wallets. Darunter befinden sich auch Bestände, die dem anonymen Erfinder Satoshi Nakamoto zugerechnet werden oder deren Besitzer ihre privaten Schlüssel längst verloren haben.
Drei Lösungsansätze für die Migration
Die brisanteste ungelöste Frage betrifft den künftigen Umgang mit verwaisten Coins. Der Bericht skizziert drei Optionen für Vermögenswerte, die nicht rechtzeitig auf quantensichere Adressen migriert werden.
Erstens könnten diese nach Ablauf einer Frist dauerhaft eingefroren oder verbrannt werden. Eine zweite Option besteht darin, nicht einzugreifen und dem Netzwerk die Entscheidung zu überlassen, um die fundamentalen Eigentumsrechte des digitalen Goldes zu wahren.
Ein dritter Ansatz sieht technische Kompromisse vor, wie etwa die strikte Limitierung von Transaktionen gefährdeter Coins pro Block. Der Coinbase-Rat betont, dass die technische Aufrüstung der Krypto-Netzwerke nun starten muss, unabhängig von der anhaltenden Debatte über unbewegte Bestände.


