Bitcoin-Sicherheit im Fokus: KI schwächt Post-Quanten-Algorithmus
Eine KI von Anthropic hat einen Post-Quanten-Algorithmus geschwächt und befeuert die Debatte um die Bitcoin-Sicherheit.
Das KI-Modell von Anthropic hat eine signifikante Schwachstelle in einem neuen Post-Quanten-Algorithmus namens HAWK entdeckt. Der gezielte Angriff dauerte lediglich 60 Stunden und kostete rund 100.000 US-Dollar an Rechenleistung.
Durch die Entdeckung halbiert sich die effektive Schlüsselstärke des Algorithmus drastisch. Diese Entwicklung befeuert die aktuelle Debatte um die zukünftige kryptografische Ausrichtung großer Blockchain-Netzwerke.
Keine unmittelbare Gefahr für Bitcoin und Ethereum
Die aktuell genutzten Verschlüsselungsverfahren von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) bleiben von dem KI-Angriff vollständig unberührt. Beide Netzwerke sichern ihre Transaktionen derzeit mit elliptischen Kurvensignaturen, die nicht Ziel der Untersuchung waren.
Zudem gehört HAWK nicht zu den Standards, die für eine zukünftige Migration der größten Kryptowährung infrage kommen. Dennoch unterstreicht der Vorfall, wie rasant sich klassische Krypto-Analyseverfahren durch Künstliche Intelligenz verbessern.
BIP-360 und die Quanten-Migration
Die Entwickler des digitalen Goldes bereiten sich bereits auf die Bedrohung durch leistungsstarke Quantencomputer vor. Der Verbesserungsvorschlag BIP-360 soll dem Netzwerk künftig quantenresistente Adressen verleihen.
Dabei setzt das Konzept bewusst auf drei verschiedene Algorithmen, die bereits von der US-Behörde NIST standardisiert wurden. Dieser mehrgleisige Ansatz stellt sicher, dass Nutzer auf alternative Verfahren ausweichen können, falls ein einzelner Algorithmus kompromittiert wird.
Die aktuellen Ergebnisse von Anthropic verleihen auch dem Begleitvorschlag BIP-361 neuen Nachdruck. Dieses Konzept sieht vor, notfalls große Teile der bestehenden Bitcoin-Geldmenge einzufrieren, um das Netzwerk vor plötzlichen Durchbrüchen in der Entschlüsselungstechnik zu schützen.


