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BitMine plant Ethereum-Käufe trotz 8 Milliarden Dollar Buchverlust

BitMine plant die Ausgabe von Vorzugsaktien für weitere Ethereum-Käufe und kopiert damit das MicroStrategy-Modell.

4. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine fallende Ethereum-Münze vor einem roten Börsenchart

Das Krypto-Unternehmen BitMine Immersion Technologies plant die Ausgabe von Vorzugsaktien, um frisches Kapital für weitere Ethereum-Käufe zu generieren. Die Strategie orientiert sich stark am bekannten Modell von MicroStrategy, obwohl BitMine derzeit auf massiven Buchverlusten sitzt.

Kapitalbeschaffung nach Saylor-Vorbild

BitMine will 3 Millionen Vorzugsaktien zu einem Stückpreis von 100 US-Dollar mit einer Dividende von 9,5 Prozent ausgeben. Die Erlöse sollen gezielt in den Erwerb der zweitgrößten Kryptowährung sowie in den Ausbau von Staking-Aktivitäten fließen.

Dieses Vorgehen spiegelt exakt die Finanzierungsstruktur wider, die Michael Saylor mit MicroStrategy für Bitcoin etabliert hat. Digitale Vermögensverwalter beschaffen sich Liquidität am öffentlichen Markt, um damit Token-Käufe zu finanzieren.

Begleitet wird die Aktienausgabe von den Investmentbanken Moelis & Company sowie Cantor Fitzgerald. Die Papiere sollen unter dem Ticker BMNP an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt werden.

Milliardenverluste durch fallenden ETH-Kurs

Der finanzielle Vorstoß kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Smart-Contract-Plattform. Der Ethereum-Kurs fiel zuletzt auf rund 1.765 US-Dollar, was den Druck auf das Unternehmen erhöht.

Mit einem Bestand von über 5 Millionen ETH verwaltet BitMine die größte bekannte Ethereum-Treasury eines Unternehmens. Ein Großteil dieser Bestände ist im Netzwerk gestaked.

Daten des Analyseunternehmens CryptoQuant belegen jedoch unrealisierte Verluste von über 8 Milliarden US-Dollar für BitMine. Chairman Tom Lee stuft diese tiefroten Zahlen bisher lediglich als vorübergehende Papierverluste ein, die sich mit einer Markterholung auflösen würden.

Riskanter Test für das Treasury-Modell

Die zugesagte Dividende von 9,5 Prozent verdeutlicht den Risikoaufschlag, den BitMine zahlen muss, um in einem schwachen Marktumfeld Investoren anzulocken. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Anleger bereit sind, diese aggressive ETH-Wette zu finanzieren.

Der Ausgang dieser Kapitalmaßnahme dürfte als Indikator dafür dienen, wie viel Vertrauen der Markt noch in das von Saylor popularisierte Krypto-Treasury-Modell hat.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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