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Bitcoin-Verkaufsdruck sinkt – Drei Indikatoren zeigen Marktberuhigung

Aktuelle Marktdaten deuten darauf hin, dass der Verkaufsdruck bei Bitcoin trotz jüngster Kursverluste massiv abnimmt.

23. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Steigender Bitcoin-Kurschart auf einem Bildschirm mit einer physischen Bitcoin-Münze im Vordergrund

Obwohl der Bitcoin-Kurs in der vergangenen Woche um 3,6 Prozent gefallen ist, deutet vieles auf eine Entspannung hin. Aktuelle Marktdaten signalisieren, dass der massivste Verkaufsdruck bei der größten Kryptowährung voraussichtlich überwunden ist. Langzeithalter, Hebel-Trader und ETF-Investoren nehmen derzeit gleichermaßen den Fuß vom Gaspedal.

Langzeithalter stoppen Bitcoin-Verkäufe

Ein entscheidendes Signal liefert das Verhalten der erfahrenen Investoren. Analysten verzeichneten im aktuellen Zyklus die bisher größte Verkaufswelle von Langzeit-Haltern.

Laut den Spent Transaction Outputs, welche die On-Chain-Bewegungen alter Wallets messen, lag der gleitende 90-Tage-Durchschnitt zeitweise bei über 3.800 BTC. Mittlerweile ist dieser Wert auf 962 BTC gefallen und markiert damit den tiefsten Stand seit November 2024.

Da der durchschnittliche Kaufpreis dieser Kohorte bei rund 63.200 US-Dollar liegt, entscheiden sich diese Anleger auf dem aktuellen Preisniveau offenbar für das Halten ihrer Bestände.

Derivate-Markt bereinigt Überhebelungen

Auch der Markt für Krypto-Derivate zeigt eine deutliche Bereinigung. Daten von CryptoQuant belegen, dass das gesamte Open Interest für BTC von knapp 26 Milliarden US-Dollar Anfang Juni auf 20,89 Milliarden US-Dollar gefallen ist.

Dieser Rückgang um 19,5 Prozent übertrifft den zeitgleichen Kursverfall des digitalen Goldes deutlich. Dies signalisiert, dass vor allem alte Positionen geschlossen und kaum neue Hebel aufgebaut wurden.

Dadurch sinkt das Risiko von liquidationsbedingten Verkaufsspiralen erheblich. Die aktuelle Marktstruktur gilt somit als deutlich gesünder als noch vor wenigen Wochen.

Spot-ETFs verzeichnen weniger Abflüsse

Das dritte positive Zeichen kommt von institutioneller Seite. Zwar verzeichneten die US-amerikanischen Spot-ETFs zuletzt die sechste Woche in Folge Kapitalabflüsse, doch die Dynamik flacht rapide ab.

Laut Daten von SoSo Value fielen die wöchentlichen Abflüsse von 1,72 Milliarden US-Dollar Anfang Juni auf zuletzt nur noch 226,84 Millionen US-Dollar.

Für eine nachhaltige Trendwende benötigt das Krypto-Zugpferd jedoch wieder positive Zuflüsse sowie ein stabileres makroökonomisches Umfeld. Vorerst deuten die drei Metriken aber darauf hin, dass den Bären zunehmend die Kraft ausgeht.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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