Bitcoin-Schutz: BlackRock und Coinbase gründen 15-Millionen-Fonds

BlackRock und Coinbase finanzieren mit 15 Millionen US-Dollar die Bitcoin-Forschung zur Abwehr von Quantencomputern.

24. Juli 2026 · 12:36 · 2 Min. Lesezeit
Eine goldene Bitcoin-Münze geschützt von einem digitalen leuchtenden Schild vor einem Hintergrund mit Finanzdaten.

Neun führende Unternehmen aus dem Finanz- und Krypto-Sektor haben das Bitcoin Security Consortium ins Leben gerufen. Mit einem zugesagten Budget von 15 Millionen US-Dollar über drei Jahre soll die größte Kryptowährung vor zukünftigen Angriffen durch Quantencomputer geschützt werden.

Finanzriesen bündeln Kräfte für Netzwerksicherheit

Zu den Gründungsmitgliedern der neuen Allianz zählen Branchengrößen wie BlackRock, Coinbase, MicroStrategy, ARK Invest und Fidelity. Die Firmen sammeln das Kapital jedoch nicht in einem gemeinsamen Topf.

Stattdessen entscheidet jedes Mitglied selbst, welche Entwickler und Forscher für die Open-Source-Entwicklung direkt gefördert werden. Die Initiative wird ehrenamtlich von Mike Schmidt, einem Vertreter der Non-Profit-Organisation Brink, koordiniert.

Laut Robert Mitchnick, Leiter für digitale Vermögenswerte bei BlackRock, leisten die Core-Entwickler extrem wichtige Arbeit. Die neuen finanziellen Mittel sollen sicherstellen, dass die langfristige Sicherheit des digitalen Goldes gewährleistet bleibt, ohne dass die Geldgeber direkten Einfluss auf Protokolländerungen nehmen.

Die Bedrohung durch Quantencomputer wächst

Obwohl aktuell noch keine Quantencomputer existieren, die die Kryptografie von BTC entschlüsseln können, ist frühzeitiges Handeln geboten. Rund 6,9 Millionen Einheiten der Kryptowährung mit einem Gegenwert von etwa 450 Milliarden US-Dollar liegen derzeit auf potenziell verwundbaren Adressen.

Da umfassende Netzwerk-Upgrades Jahre in Anspruch nehmen und die Koordination von Wallets, Börsen und Minern erfordern, wird bereits jetzt an Abwehrmechanismen gearbeitet. Im Fokus stehen dabei Vorschläge wie BIP 360, das die Offenlegung öffentlicher Schlüssel begrenzen soll, sowie Post-Quanten-Signaturschemata.

Institutionelle Anleger sichern ihre Investments ab

Für die beteiligten Firmen ist die finanzielle Unterstützung eine strategische Absicherung ihrer eigenen Geschäftsmodelle. Unternehmen wie BlackRock, Fidelity und ARK verwalten die größten Spot-ETFs, während Coinbase einen Großteil des institutionellen Angebots verwahrt.

Abseits der langfristigen Sicherheitsplanung verzeichnete der Markt zuletzt leichte Gewinnmitnahmen bei einem Bitcoin-Kurs von rund 65.000 US-Dollar. Die BTC-ETFs mussten Nettoabflüsse in Höhe von 225 Millionen US-Dollar hinnehmen, während die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum (ETH) Zuflüsse von 26 Millionen US-Dollar verzeichnete.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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