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Bitcoin-Mining-Difficulty fällt um 18,5 Prozent – größter Drop seit 2021

Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit fällt um 18,5 Prozent, da unprofitable Miner kapitulieren und auf KI-Anwendungen ausweichen.

17. Juli 2026 · 15:11 · 2 Min. Lesezeit
Bitcoin-Münze vor einem fallenden Kurs-Chart und abstrakter Mining-Hardware im Hintergrund

Das Bitcoin-Netzwerk verzeichnet aktuell einen deutlichen Rückgang der Mining-Schwierigkeit um 18,5 Prozent. Dies markiert laut Daten von Galaxy Research den stärksten Einbruch seit dem chinesischen Mining-Verbot im Jahr 2021. Die Entwicklung folgt auf einen anhaltenden Preisdruck bei der größten Kryptowährung sowie eine zunehmende Abwanderung von Minern in den Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI).

Historischer Rückgang der Netzwerk-Schwierigkeit

Die sogenannte Difficulty passt sich automatisch an, um eine konstante Blockzeit von etwa zehn Minuten zu gewährleisten. Wenn weniger Rechenleistung (Hashrate) im Netzwerk aktiv ist, sinkt die Schwierigkeit.

Der aktuelle Rückgang von 18,5 Prozent vom letzten Hochpunkt ist historisch signifikant. Zum Vergleich: Während des Bärenmarktes 2018 fiel die Schwierigkeit um 32 Prozent, beim China-Verbot im Jahr 2021 waren es sogar 45 Prozent.

Warum Bitcoin-Miner kapitulieren

Der Hauptgrund für den aktuellen Einbruch liegt in der mangelnden Rentabilität vieler Mining-Anlagen. Bei einem aktuellen Kurs von rund 62.000 bis 63.000 US-Dollar müssen viele Betreiber mit älterer Hardware und hohen Energiekosten ihre Geräte abschalten.

Zudem findet ein strategischer Wechsel innerhalb der Branche statt. Einige Miner richten ihre Rechenzentren neu aus und fokussieren sich auf Anwendungen für Künstliche Intelligenz. Diese lukrativen Verträge entziehen dem BTC-Netzwerk zusätzliche Hashrate und beschleunigen den Abfall der Mining-Schwierigkeit.

Kursentwicklung und Marktsentiment

Parallel zur sinkenden Hashrate bleibt der Preis des digitalen Goldes unter Druck. Zuletzt fiel BTC unter seinen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 63.899 US-Dollar, was im Trading als bärisches Signal für das kurzfristige Momentum gewertet wird.

Trotz des Preisrückgangs verzeichnet der breitere Kryptomarkt laut CoinGlass einen Anstieg des Handelsvolumens um neun Prozent. Das Open Interest (OI) bei Bitcoin bleibt mit knapp 48 Milliarden US-Dollar stabil, was auf eine weiterhin hohe und gefestigte Marktaktivität der Investoren hindeutet.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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