Bitcoin-Kriminalität: Krypto-Betrug kostet USA 80 Milliarden Dollar
Ein neuer Bericht schätzt die tatsächlichen Verluste durch Krypto-Betrug in den USA auf über 80 Milliarden US-Dollar.
Krypto-Betrügereien verursachen in den USA einen weitaus größeren wirtschaftlichen Schaden als bisher angenommen. Laut einem neuen Bericht der Consumer Federation of America (CFA) belaufen sich die tatsächlichen Verluste durch Scams im Zusammenhang mit digitalen Währungen auf schätzungsweise 80,7 Milliarden US-Dollar. Diese alarmierende Zahl basiert auf aktuellen FBI-Daten und berücksichtigt eine extrem hohe Dunkelziffer bei den Anzeigen.
FBI-Daten zeigen drastischen Anstieg bei Anlagebetrug
Offiziell registrierte das FBI im vergangenen Jahr Verluste durch Betrugsmaschen im Krypto-Sektor in Höhe von 11,37 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht mehr als die Hälfte aller gemeldeten Schäden durch Cyberkriminalität aus.
Da laut kriminologischen Umfragen jedoch nur rund 14 Prozent der Betrugsopfer überhaupt Anzeige erstatten, wendet die CFA einen Multiplikator von 7,1 an. Daraus resultiert die hochgerechnete und als konservativ eingestufte Summe von über 80 Milliarden US-Dollar.
Den größten Anteil daran hat der klassische Anlagebetrug mit digitalen Assets. Hier schätzt der Verbraucherverband die tatsächlichen Verluste der US-Amerikaner auf gewaltige 61,4 Milliarden US-Dollar.
Rekordbeschlagnahmung von Bitcoin durch US-Behörden
Besonders ältere Bürger geraten zunehmend ins Visier der Kriminellen. Amerikaner über 60 Jahre verloren allein durch Betrugsmaschen mit Kryptowährungen rund 4,4 Milliarden US-Dollar an offiziell gemeldeten Geldern.
US-Behörden gehen inzwischen massiv gegen diese nationalen und internationalen Netzwerke vor. Die Präventionskampagne der Bundespolizei, die sogenannte „Operation Level Up“, konnte durch frühzeitige Warnungen potenzieller Opfer bereits Schäden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar verhindern.
Der bislang größte Schlag gelang dem US-Justizministerium im Kampf gegen Zwangsarbeits-Scam-Netzwerke in Kambodscha. Die Behörde beschlagnahmte 127.271 Bitcoin (BTC) mit einem damaligen Gegenwert von rund 15 Milliarden US-Dollar aus dem Umfeld der Prince Group.


