Bitcoin ETFs verlieren 648 Millionen US-Dollar trotz CLARITY Act
US-Bitcoin-ETFs verlieren knapp 650 Millionen US-Dollar, obwohl ein wichtiges Krypto-Gesetz den Senat passiert hat.
Bitcoin-ETFs in den USA verzeichnen trotz eines wichtigen regulatorischen Erfolgs massive Kapitalabflüsse. Obwohl der CLARITY Act eine entscheidende Hürde im US-Senat nahm, zogen Investoren an nur einem Tag knapp 650 Millionen US-Dollar aus den Spot-Produkten ab.
Regulatorischer Durchbruch bleibt ohne Langzeitwirkung
Der Bankenausschuss des US-Senats hat Mitte Mai mit 15 zu 9 Stimmen für den Digital Asset Market Clarity Act (H.R. 3633) gestimmt. Dieser Gesetzesentwurf soll eine klare Marktstruktur für digitale Vermögenswerte schaffen und wandert nun zur finalen Abstimmung in den Senat.
Zunächst reagierte die größte Kryptowährung positiv auf diese rechtliche Klarheit. Der Kurs stieg kurzzeitig auf über 81.000 US-Dollar an.
Massive Abflüsse bei BlackRock und Co.
Die anfängliche Euphorie wich jedoch schnell einer harten Marktrealität. Anstatt frisches Kapital anzuziehen, verzeichneten die US-Spot-ETFs am 18. Mai Nettoabflüsse in Höhe von 648,6 Millionen US-Dollar.
Den größten Verlust erlitt der IBIT-Fonds von BlackRock mit Abflüssen von 448,4 Millionen US-Dollar. Auch die Anlageprodukte von Ark Invest und Fidelity verloren 109,6 beziehungsweise 63,4 Millionen US-Dollar.
Makroökonomie überschattet die Politik
Dieser Trend deutet auf ein klassisches Marktszenario hin, bei dem Anleger Gerüchte kaufen und nach Eintreffen der Fakten verkaufen. Investoren nutzten den politischen Meilenstein offenbar gezielt für Gewinnmitnahmen.
In der Folge korrigierte das digitale Gold bis auf 76.000 US-Dollar, bevor sich der Preis im Bereich von 77.200 US-Dollar stabilisierte. Inflationsdruck und eine generelle Zurückhaltung der Investoren überschatten derzeit den regulatorischen Fortschritt von Bitcoin.


