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Bitcoin-ETFs verlieren 630 Millionen US-Dollar durch neue Inflationssorgen

Makroökonomische Sorgen sorgen bei US-Bitcoin-ETFs für die stärksten täglichen Kapitalabflüsse seit über drei Monaten.

14. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Roter fallender Börsenchart über einer physischen Bitcoin-Münze

US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs haben an einem einzigen Tag Nettoabflüsse in Höhe von 630,4 Millionen US-Dollar verzeichnet. Dieser stärkste Rückgang seit über drei Monaten wird Analysten zufolge vor allem durch unerwartet hohe US-Inflationsdaten und Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen der Federal Reserve angetrieben.

BlackRock und ARK Invest führen Verluste an

Der massive Kapitalabfluss markiert das Ende einer fünfwöchigen Zufluss-Serie für die größte Kryptowährung. Zuvor hatten die Anlageprodukte noch rund 3,8 Milliarden US-Dollar an kumulierten Nettomitteln eingesammelt.

Die Daten von Farside Investors zeigen, dass der IBIT-Fonds von BlackRock mit 284,7 Millionen US-Dollar am stärksten betroffen war. Dahinter folgten der ARKB-Fonds von ARK Invest mit 177,1 Millionen und FBTC von Fidelity mit 133,2 Millionen US-Dollar Abfluss.

Makroökonomische Faktoren belasten den Markt

Auslöser für die jüngste Marktkorrektur sind die aktuellen Verbraucher- und Erzeugerpreisindizes in den USA, die deutlich über den Erwartungen lagen. Diese Zahlen schüren die Angst vor einer weiterhin restriktiven Geldpolitik.

Illia Otychenko, leitender Analyst bei CEX.IO, sieht darin den Auslöser für eine allgemeine Risikoaversion der Anleger. Die Inflationsdaten hätten das digitale Gold direkt getroffen und die erhöhten Abflüsse aus den Indexfonds ausgelöst.

Derivate-Markt deutet auf Skepsis hin

Auch abseits der institutionellen Spot-Märkte zeigen sich warnende Signale. Ein steigendes Put/Call-Verhältnis sowie der Abbau von Long-Positionen deuten auf eine zunehmend bärische Stimmung am Kryptomarkt hin.

Experten wie Peter Chung von Presto Labs warnen jedoch davor, diese Eintagesdaten überzubewerten. Die Abflüsse spiegeln laut ersten Analysen eher kurzfristige Gewinnmitnahmen und Positionsverschiebungen wider, anstatt einen strukturellen Einbruch der institutionellen Nachfrage zu signalisieren.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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