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Bitcoin erobert 77.000 US-Dollar zurück und peilt 80.000er-Marke an

Bitcoin behauptet sich über 77.000 US-Dollar, während Analysten auf die nächste Hürde bei 80.000 US-Dollar blicken.

26. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein Bitcoin-Token vor einem aufsteigenden Kurs-Chart mit der Markierung für 80.000 US-Dollar.

Bitcoin hat nach einem kurzen Rücksetzer die Marke von 77.000 US-Dollar erfolgreich zurückerobert. Der jüngste Kursanstieg der größten Kryptowährung wird vor allem durch das Schließen von Leerverkäufen sowie positive makroökonomische Signale angetrieben, obwohl Kapitalabflüsse bei den institutionellen Anlageprodukten anhalten.

ETF-Abflüsse und Börsenzuflüsse bremsen Momentum

Trotz der aktuellen Kurserholung zeigen On-Chain-Daten einen deutlichen Gegenwind für das digitale Gold. Die Spot-ETFs verzeichneten zuletzt Nettoabflüsse von knapp 16.000 BTC.

Zusammen mit steigenden Zuflüssen auf die Kryptobörsen entstand zeitweise ein Verkaufsdruck von rund 34.000 Einheiten. Analysten von CryptoQuant betonen, dass sich dieser Trend in den neutralen Bereich verschieben muss, bevor der Kurs weiteres Momentum aufbauen kann.

Zudem ist das tägliche Handelsvolumen der Bitcoin-ETFs laut Glassnode auf unter 20 Milliarden US-Dollar gesunken. Diese geringere Aktivität deutet auf eine nachlassende spekulative Nachfrage im traditionellen Finanzsektor hin.

Short-Squeeze und makroökonomische Faktoren

Der Vorstoß auf bis zu 77.800 US-Dollar folgte auf einen kurzen Einbruch unter die wichtige Unterstützungslinie von 75.000 US-Dollar. Die Erholung wurde maßgeblich durch den Derivatemarkt angetrieben.

Das aggregierte Open Interest fiel während des Preisanstiegs von knapp 268.000 auf rund 250.000 BTC. Dieser Rückgang weist auf sogenannte Short-Covering-Aktivitäten hin, bei denen pessimistische Händler ihre Positionen schließen mussten, nachdem BTC die Unterstützung zurückerobert hatte.

Auch das makroökonomische Umfeld stützte den Kurs. Berichte über ein mögliches US-Iran-Friedensabkommen reduzierten die Risikoängste am breiten Markt und förderten den Appetit auf Risikoanlagen.

Der Weg zur 80.000-Dollar-Marke

Die Finanzierungsraten am Terminmarkt haben sich während der Aufwärtsbewegung deutlich abgekühlt und fielen von ihren jüngsten Höchstständen zurück. Dies reduziert das Risiko eines sofortigen Long-Squeezes und zeigt eine gesündere, weniger überhitzte Marktstruktur.

Dass sich die Leitwährung trotz des kurzfristigen Verkaufsdrucks oberhalb von 77.000 US-Dollar stabilisieren konnte, spricht für eine konstante Spot-Nachfrage. Damit BTC jedoch die psychologisch wichtige Hürde von 80.000 US-Dollar durchbrechen kann, müssen das Open Interest und die reale Nachfrage parallel zum Preis steigen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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