Bitcoin durchbricht 67.000-Dollar-Marke, während der KI-Hype abkühlt
Ein neuer Gesetzesentwurf in den USA und Gewinnmitnahmen im KI-Sektor treiben den Bitcoin-Kurs über 67.000 US-Dollar.
Bitcoin hat die Marke von 67.000 US-Dollar überschritten und zieht den gesamten Kryptomarkt mit nach oben. Treiber dieser Erholung sind Fortschritte bei der US-Kryptoregulierung sowie eine Umschichtung von Kapital aus dem abkühlenden KI-Sektor.
US-Gesetzgebung beflügelt die Märkte
Die zweitgrößte Kryptowährung, Ether (ETH), näherte sich zeitgleich der Marke von 1.950 US-Dollar an. Parallel dazu verzeichneten Krypto-Aktien wie Coinbase deutliche Kursgewinne von bis zu 12 Prozent.
Auslöser dieser positiven Marktstimmung waren Äußerungen zur US-Gesetzgebung. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass der lange debattierte CLARITY Act kurz vor dem Abschluss stehe.
Dieses Gesetz soll die regulatorischen Zuständigkeiten der US-Börsenaufsicht SEC und der Handelskommission CFTC für digitale Vermögenswerte endgültig klären. Ein klarer Rechtsrahmen gilt bei institutionellen Investoren als wichtige Voraussetzung für weitere Marktteilnahme.
Kapital fließt von KI-Aktien zurück in Krypto
Neben dem politischen Rückenwind profitiert das digitale Gold von einer beginnenden Marktkorrektur im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Stephane Ouellette, CEO von FRNT Financial, sieht eine steigende Wahrscheinlichkeit für einen deutlichen Ausbruch des Bitcoin-Kurses.
Laut Ouellette suchen Investoren nach neuen Renditechancen, da der Hype um KI-Aktien zunehmend an Schwung verliert. Der Philadelphia Semiconductor Index (SOX), ein wichtiger Maßstab für KI-Chiphersteller, rutschte kürzlich sogar in einen technischen Bärenmarkt ab.
Der Index verlor mehr als 20 Prozent gegenüber seinem jüngsten Höchststand, da Investoren zunehmend besorgt über hohe Bewertungen und Überkapazitäten in der KI-Infrastruktur sind. Diese Entwicklung beendet eine längere Phase, in der KI-Spekulationen den Markt für digitale Assets oftmals in den Schatten gestellt hatten.


