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Bitcoin droht Kursrutsch durch 13-Milliarden-Dollar-Optionen-Verfall

Am 26. Juni verfallen Bitcoin-Optionen im Wert von 13 Milliarden US-Dollar, was den Verkaufsdruck massiv erhöht.

19. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Rote fallende Kurs-Kerzen auf einem Chart im Hintergrund einer Bitcoin-Münze

Rekord-Verfall am Derivatemarkt setzt BTC unter Druck

Am 26. Juni verfallen Bitcoin-Optionen im Rekordwert von 13 Milliarden US-Dollar. Die Positionierung der Händler am Derivatemarkt deutet auf einen massiven Vorteil für Leerverkäufer hin, was den Verkaufsdruck auf die größte Kryptowährung weiter erhöhen dürfte.

Ein Großteil der Bullen wurde von dem 14-prozentigen Preisrückgang im Juni kalt erwischt. Da sich die meisten Kaufoptionen (Calls) auf die Marke von 68.000 US-Dollar oder höher konzentrieren, drohen diese Wetten wertlos zu verfallen.

Die Kryptobörse Deribit führt den Optionen-Markt mit einem Anteil von 79 Prozent an. Die dortigen Daten zeigen, dass Verkaufsoptionen (Puts) das Feld klar dominieren und den Bären neue Munition für weitere Kursrückgänge liefern.

Falsche Hoffnungen auf MicroStrategy und ETFs

Der ursprüngliche Optimismus der Anleger basierte zu großen Teilen auf den massiven Käufen des Softwareunternehmens MicroStrategy. Das Unternehmen erwarb im Frühjahr über 62.000 Einheiten des digitalen Goldes und trieb den Kurs damit an.

Diese Euphorie verflog jedoch rasch wieder. Mitte Mai verzeichneten die in den USA gelisteten Spot-ETFs erste spürbare Kapitalabflüsse, was die Marktstimmung deutlich trübte.

Zudem zerschlugen sich die Hoffnungen auf eine wirtschaftsfreundliche Krypto-Regulierung in den Vereinigten Staaten. In der Folge zogen Investoren Kapital ab und wandten sich vermehrt stark performenden Technologieaktien zu.

Bären dominieren alle Kurs-Szenarien

Die Ausgangslage für eine kurzfristige Erholung von BTC bleibt äußert schwierig. Die Verkäufer behalten in nahezu allen realistischen Preisszenarien bis zum Verfallstichtag die Oberhand.

Notiert der Kurs am Stichtag zwischen 57.000 und 61.000 US-Dollar, profitieren die Bären um rund 3,4 Milliarden US-Dollar. Dieses Ungleichgewicht schafft einen starken Anreiz, den Preis in dieser Spanne zu halten.

Selbst bei einem überraschenden Anstieg auf bis zu 71.000 US-Dollar verbleibt ein Netto-Vorteil von einer Milliarde US-Dollar aufseiten der Verkaufsoptionen. Die Bullen haben aktuell kaum Spielraum, um das Ruder kurzfristig herumzureißen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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