Bitcoin droht Korrektur: Bank of Japan plant historische Zinserhöhung
Die erwartete Zinserhöhung der Bank of Japan könnte dem Markt Liquidität entziehen und eine Bitcoin-Korrektur auslösen.
Die Bank of Japan (BoJ) plant für Mitte Juni eine Erhöhung ihres Leitzinses auf 1,0 Prozent. Dieser historische geldpolitische Schritt beendet eine fast dreißigjährige Niedrigzinsphase.
Für den Bitcoin-Kurs könnte die anstehende Zinsentscheidung eine schwere Korrektur auslösen. Wenn die Kreditzinsen steigen, wird den internationalen Finanzmärkten wichtige Liquidität entzogen.
Ende des Yen-Carry-Trades gefährdet Kryptomarkt
Die japanische Zentralbank reagiert mit der erwarteten Anpassung auf anhaltenden Inflationsdruck. Gleichzeitig wehrt sich das Land gegen die anhaltende Schwäche der eigenen Währung, nachdem der Wechselkurs zum US-Dollar die kritische Marke von 160 durchbrochen hatte.
Ein höherer Leitzins in Japan hat direkte Auswirkungen auf globale Risikoanlagen. Zuvor nutzten Investoren den billigen Yen für sogenannte Carry Trades, um in renditestarke Assets wie die größte Kryptowährung zu investieren.
Steigen nun die Kreditkosten im asiatischen Raum, müssen diese Hebelpositionen oft abgewickelt werden. Das digitale Gold gerät durch diesen plötzlichen Liquiditätsentzug meist stark unter Druck.
Historische Daten deuten auf Bitcoin-Korrektur hin
Marktbeobachter warnen vor einem wiederkehrenden Muster bei geldpolitischen Eingriffen der Bank of Japan. Bereits in der jüngeren Vergangenheit folgten auf japanische Zinsschritte deutliche Kurseinbrüche am Kryptomarkt.
Analysten verweisen auf Daten seit Anfang 2024, bei denen der Preis von BTC in den Wochen nach einer BoJ-Ankündigung jeweils zwischen 23 und 30 Prozent einbrach.
Wenn sogenanntes Smart Money aus den globalen Märkten abgezogen wird, reagiert das Krypto-Leitasset traditionell sehr volatil. Anleger blicken daher gespannt auf den Juni, um die potenziellen Verwerfungen an den Märkten frühzeitig zu deuten.


