Bitcoin-Börse Binance verzeichnet massiven Abfluss von 9.000 BTC

Binance verzeichnet den größten Bitcoin-Abfluss seit fast zwei Jahren, was den Verkaufsdruck auf den Kurs spürbar senkt.

22. Juli 2026 · 12:06 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze liegt vor einem verschwommenen Kurs-Chart auf einem dunklen Bildschirm.

Die weltgrößte Kryptobörse Binance hat am Dienstag den größten täglichen Nettoabfluss von Bitcoin seit fast zwei Jahren verzeichnet. Mehr als 9.000 BTC wurden von der Handelsplattform abgezogen, während parallel die Zuflüsse in US-Spot-ETFs steigen.

Sinkender Verkaufsdruck auf die größte Kryptowährung

Analysten der On-Chain-Plattform CryptoQuant werten diese Entwicklung als positives Signal für den Markt. Die Daten zeigen, dass der kurzfristige Verkaufsdruck auf die größte Kryptowährung derzeit spürbar nachlässt.

Bei einem Kursniveau von rund 65.000 US-Dollar beweisen die Käufer eine verbesserte Aufnahmefähigkeit für das noch vorhandene Angebot. Anleger verschieben ihr digitales Gold zunehmend in die Eigenverwahrung (Self-Custody), anstatt es auf der Börse zum potenziellen Verkauf bereitzuhalten.

Historische Muster und institutionelle Nachfrage

Laut dem CryptoQuant-Analysten Ruga Research deuten solche massiven Abhebungen von den Kryptobörsen historisch auf eine bullische Preisentwicklung hin. Wenn große Mengen an Coins die Orderbücher verlassen, stehen sie dem Markt nicht mehr als sofortiges Angebot zur Verfügung.

Gleichzeitig hält der institutionelle Appetit in den Vereinigten Staaten weiter an. Die US-Spot-ETFs verzeichnen kontinuierliche Nettozuflüsse und stützen damit die grundlegende Marktstruktur.

Ausblick: Startet ein neuer Aufwärtstrend?

Trotz der vielversprechenden On-Chain-Signale warnen Experten vor voreiligen Schlüssen. Ein negativer Nettofluss auf Binance allein ist noch keine Garantie für den Beginn eines neuen Bullenmarktes.

Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend von BTC bedarf es weiterer Bestätigungen aus dem Markt. Erst eine Kombination aus erhöhter Spot-Nachfrage, steigendem Handelsvolumen und einer stabilen Preisstruktur könnte den Kurs nachhaltig nach oben treiben.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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